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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 168

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 168 (sequence 179)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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5. Sitzung: Generaldebatte begrüße ich auch unsere Vertretung im Völkerbund in Paris und freue mich, daß Doktor Jacobson mit der Vertretung unserer Interessen dort betraut wurde. So wie wir wissen, daß die Politik abhängig ist von der Stärke der politischen Persönlichkeit, so glauben wir, daß es ein Zeichen politischer Stärke ist, das politische Kraftmeiertum abzulehnen. Politik ist nicht Versammlungsdemagogie. Ihre Sache ist, den Zielen des nächsten Tages gerecht zu werden, ohne die Idee zu verleugnen. Viel leichter ist es immer, mit den Ewigkeitswerten der Idee zu jonglieren. Wir begrüßen es, daß die Exekutive ihre Politik auf die nächsten Tage gerichtet hat, indem wir das Vertrauen haben, daß die Führer die Ziele unserer Zionistischen Organisation in sich tragen. Wir sprechen hier über Budgetfragen, über unsere Ausgaben, nie aber über die Einnahmen, und wenn, so nur immer in Zahlen, ohne den Weg zu zeigen, den wir gehen sollen. Wir haben vor Jahren, einmal vor langen Jahren den Keren Kajemeth gegründet, aber es hat lange gedauert, bis wir ihn durchgesetzt haben. Wir haben vor Jahren den Keren Hajessod gegründet gegen den Widerstand der zionistischen Welt. Wollen Sie sich doch daran erinnern! Der Gedanke der Anleihe, der war schon vor dem Keren Hajessod da: jeder Jude, jeder zionistische Delegierte auf der Londoner Jahreskonferenz kokettierte mit diesem Gedanken. Und wir haben den Keren Hajessod durchgesetzt, weil wir, um ein Wort Grünbaums zu zitieren, den Weg des größten Widerstandes wählen mußten, weil wir hofften, daß wir nur große Einnahmen haben würden auf einer realen Basis, wenn wir uns durch Ueberwindung aller Hindernisse und überwältigende menschliche Arbeit den Boden bereiten würden. Ich hoffe, daß, wenn der Keren Hajessod große Fortschritte macht und wenn uns die Keren Hajessod-Arbeit Erfolge bringt, der Gedanke der Anleihe Gestalt annehmen wird. Nicht gegen den Keren Hajessod; man rechnet ja beim Plan ihrer Durchführung mit dem Keren Hajessod und der erweiterten Jewish Agency als Garanten. Die Anleihe ist gedacht auf der Grundlage der großen Volkssteuer, die auf das Finanzkapital gewirkt hat, dem nun eine Möglichkeit geboten wird, seine Kräfte mit den unseren zu verbinden. Das ist keine Ablösung der Keren Hajessod-Arbeit, sondern, gerade wenn es glücken sollte, eine Fortsetzung der Arbeit. Wir haben die Pflicht, unsere Anstrengungen für die Keren Hajessod-Aktion zu verdoppeln und zu verdreifachen. Wir haben ein, an unseren Aufgaben gemessen, kleines Budget. Wir können es erweitern. Alle die Menschen, die der Arbeit für den Keren Hajessod dienen, alle die Menschen, die für den Keren Kajemeth gaben, wissen: unsere Aktionen gedeihen nur in einer Atmosphäre zionistischen Lebens. Ohne Reorganisation der zionistischen Welt werden wir allmählich stecken bleiben mit unseren Aktionen. Wir brauchen diese wirkliche Reorganisation. Unsere Vorschläge haben Sie ja. Es 168

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