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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 161

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 161 (sequence 172)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--5871-3482017
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Ärlosoroff jüdischen Jischuw in Palästina zu schaffen, nicht sechzig oder siebzig oder achtzig Siedlungen, sondern einen großen Kolonisationsplan zu verwirklichen. Wir stehen in Gefahr, auf der einen Seite durch die faktische Entwicklung der Dinge und durch die Schwäche, die wir bis hierher gezeigt haben, wir stehen in Gefahr, daß der Zionistenkongreß im Prozeß des Aufbaus des Landes völlig sein Gewicht verliert und daß, wenn wir die Dinge weiter so treiben lassen, Avie wir es heute treiben, daß wir an spezifischem Gewicht in der Kolonisation in einigen Jahren nicht einmal mehr die Bedeutung eines chowewe-zionistischen Komitees besitzen werden. Wir stehen vor dem großen Problem der nationalen Kolonisation, um die nationale Organisierung der Kolonisation über diesen Strom Herr werden zu lassen, um ihm einen Weg zu bahnen, der mit unseren Zielen in Uebereinstimmung steht. Wir stehen vor der Aufgabe also, diesen großen, systematischen Kolonisationsprozeß in unsere Hand zu nehmen. Das ist eine Frage der Menschen. Und es ist meine feste Ueberzeugung, Sie wissen, nicht seit heute, daß wir Mittel von der Proportion, wie sie notwendig sind, um einen solchen größeren Zionismus zu verwirklichen, nur bekommen können, wenn wir die großen Finanzinstrumente mobilisieren, wie sie die wirtschaftliche Entwicklung unserer Zeit für Kolonisationsarbeit zur Verfügung stellt und wie sie alle kolonisierenden Völker benutzen. Es ging vor einigen Wochen, sehr geehrter Kongreß, und Sie können aus dieser kurzen Notiz, die ich hier zitieren werde, sehr vieles lernen, es ging vor einigen Wochen ein Rundschreiben der australischen Bundesregierung an die einzelnen australischen Bundesstaaten in die Welt, das folgendes feststellt: das australische Commonwealth hat nach dem Kriege 36.000 ex-soldiers, ehemalige Soldaten, in der landwirtschaftlichen Kolonisation angesiedelt. Diese Ansiedlung hat — für 36.000 Familien! — 52 Millionen Pfund gekostet. Und die australische Regierung teilt den Bundesstaaten mit, daß von diesen 52 Millionen Pfund höchstwahrscheinlich ungefähr zwanzig Millionen als Kolonisationsverlust abzuschreiben sein werden. Wir können sehr, sehr vieles über Kolonisationsverluste lernen, auch die Kolonisatoren vom Misrachi. Wir können hier sehr vieles lernen, auch Herr Soskin kann dabei lernen und sehr viele Leute. Und was... Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Herr Ärlosoroff. Sie müssen schließen. — Also noch drei Minuten! Mitglied des A.-C. Dr. Ärlosoroff: Sehr geehrter Kongreß, ich muß schließen, ich bitte, mich nicht zu unterbrechen. Ich habe auf dem vorigen Kongreß und vor dem finanzpolitischen Ausschuß des vorigen Kongresses, der auf unsere Initiative hin sich mit diesem Problem beschäftigt hat, die Frage des großen Anleihekredites für die Kolonisation in Palästina aufgeworfen, und es ist mir um der Sache willen die allergrößte Genug- 11 161

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