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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 156

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 156 (sequence 167)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--5866-3482012
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4. Sitzung: Generaldebatte gestanden haben, um diese Kraft auch in Zukunft für unsere Arbeit zu erhalten. (Lebhafter Beifall.) Sehr geehrter Kongreß; auch wir sehen gewisse Gefahren, wir könnten noch manches sagen über positive und negative Entwicklungen, über eine noch gefährliche Entwicklung, die wir in der Haltung der Mandatarmacht sehen, wie sie sich in den Formeln äußert, die der britische Kolonialminister gegeben hat. Ich will aber sagen, daß ich und meine Gruppe es nicht für ihre Aufgabe hält, auch als sozialistische Gruppe es nicht für ihre Aufgabe hält, Opposition als Tart pour Tart zu treiben. Und ich will sagen, damit Sie es verstehen, daß auch die scharfe Kritik und die scharfe Opposition, die wir der Finanz- und Wirtschaftsleitung der Zionistischen Organisation entgegensetzen, daß auch diese scharfe Haltung absolut und eindeutig entspringt aus den objektiven Erkenntnissen und Erfahrungen, die wir aus unserer kolonisatorischen Arbeit im Lande geschöpft haben. Und da muß ich sagen, sehr geehrter Kongreß, daß, wenn wir zurückblicken auf die letzten zwei Jahre, man fragen muß, wenn man die entscheidenden Augenblicke in der wirtschaftlichen und kolonisatorischen Entwicklung Palästinas betrachtet, ob es überhaupt in diesen entscheidenden Augenblicken eine zionistische Finanz- und Wirtschaftsexekutive gegeben hat, die versucht hat, durch irgendeine Methode und mit den Mitteln positiver Arbeit der Probleme Herr zu werden, vor die uns unsere kolonisatorische und wirtschaftliche Entwicklung gestellt hat. Ich habe selbst die Pflicht gehabt, im Verlauf der zwei Jahre dem Finanz- und Wirtschaftsrate der Zionistischen Organisation anzugehören. Sie haben von Herrn Dr. Halpern gehört, daß dieser Finanz- und Wirtschaftsrat der Zionistischen Organisation in diesen Jahren kein arbeitsfähiges Organ gewesen ist. Und ich glaube sogar und ich füge hinzu, daß Herr Dr. Halpern aus der Not eine Tugend gemacht hat, wenn er uns gesagt hat, der Finanz- und Wirtschaftsrat konnte gar nicht der wachsenden Immigration, dieses neuen Zustroms von Kräften Herr werden, er konnte sie gar nicht regulieren, er konnte gar nicht durch eine entschlossene Wirtschaftspolitik von sich aus diesen Strom beherrschen. Sie erkennen, meine Damen und Herren, in diesen W7orten von Dr. Halpern eine der Grundlagen seiner wirtschaftlichen Anschauung, meiner Meinung nach eine derjenigen Grundlagen, die die zionistische Finanz- und Wirtschaftsexekutive bis jetzt verhindert hat, sich an die Spitze einer entschlossenen, einer zielbewußten, einer umfassenden Kolonisationspolitik in Palästina zu stellen (Beifall). Denn, sehr geehrter Kongreß, Sie können glauben, daß sich aus dem, was Herr Dr. Halpern das freie Spiel der Kräfte nennt, in Palästina alles mögliche entwickeln kann, daß eine große Einwanderung sein kann und eine große Rückwanderung, die Schaffung eines schlecht und dürftig lebenden Handwerker- und Händler- 156

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