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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 155

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 155 (sequence 166)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--5865-3482011
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Arlosoroff in die allerletzte Zeit — Sie wissen, daß jetzt in Genf selbst unserer politischen Tätigkeit eine erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt wird — daß jedenfalls unsere politische Stellung bis in die allerletzte Zeit an dem Sitz der League of Nations eine außerordentlich schwache gewesen ist. Zur Zeit, als der Völkerbund in Genf tagte, gab es eigentlich nur eine einzige Kraft, die dort war und die in der vollen Würde und in der vollen Verantwortung unserer Sache gegenüber und in einem ungeheuer schweren und zähen Kampf, der durch ein Kreuzverhör von vielen, vielen Stunden sich erstreckte, die Sache des jüdischen Nationalheims gedeckt hat, und das war Sir Herbert Samuel (Lebhafter Beifall). Und deshalb glaube ich auch, daß von diesem Kongreß aus in aller Ehre, Aufmerksamkeit und Sorgfalt in bezug auf die Frage des Wechsels des High Commisioners in Palästina eine Meinung ausgedrückt werden soll. Ich glaube, die politische Kommission wird sich angelegentlich mit der Sache beschäftigen, und viele Einzelheiten gehören gewiß nicht vor das Plenum des Kongresses. Aber ich halte es für meine Pflicht, und es ist mehr als eine Pflicht für mich, der jetzt aus Palästina kommt, zu sagen, daß im Bewußtsein des palästinensischen Jischuw die Administration Herbert Samuels zu einem der großen, zu einem der außerordentlich bedeutenden und staatsmännischen Kapitel der zionistischen Politik gerechnet wird und gerechnet werden soll. Ich erkenne nicht an, daß man heute, und gerade von Kreisen aus, die fünf Jahre lang die Herbert Samuelsche Politik in Palästina leidenschaftlich und ohne Vorsicht bei allen möglichen zionistischen Gelegenheiten bekämpft haben, von diesen Kreisen aus heute Sturm läuft gegen unsere Exekutive unter Ausnutzung dieser politischen Momente. Und ich glaube, daß Herbert Samuel selbst nicht wünschen würde, zum politischen Spekulationsobjekt von Herrn Farbstein zu werden (lebhafter Beifall), nach all dem, was wir im Verlauf seiner Amtszeit von den Freunden des Herrn Farbstein und von sehr vielen Menschen und Gruppen, die hier vor mir im Kongreß sitzen, gehört haben. Aber gestatten Sie mir, als dem Vertreter einer Partei, die vom ersten Augenblick ab und über die schweren Zeiten der Maiunruhen hinweg, ausdrücklich, wenn auch mit mancher Unzufriedenheit im Einzelnen, den Kurs und die Grundlagen der Herbert Samuelschen Politik, insbesondere was die arabische Politik angeht, gefördert und gestützt hat, gestatten Sie mir heute zu sagen, daß wir gewünscht hätten und auch heute wünschen, daß von Seiten der Zionistischen Exekutive aus alles geschehen wäre, um Samuel in der ersten Vorderfront der politischen zionistischen Arbeit zu halten, und daß wir sicher sind, daß viele Versuche von der Zionistischen Exekutive noch geschehen müssen, um diese Kraft, die für uns durch ihren Weitblick, durch ihre staatsmännische Klugheit, durch ihre Konsequenz zu den ersten politischen Kräften der zionistischen Bewegung gehört, zu den ersten Kräften, die für unsere Aufbauarbeit 155

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