Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 153 (sequence 164)
- Language
- German, English, Hebrew
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Gottlieh, Ärlosoroff das für andere Schichten getan worden ist. Das ist der Jüdische Nationalfonds! Wo ist denn die Zionistische Organisation? Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Ihre Redezeit ist erschöpft. Mitglied des A. G. Dr. Gottlieb: Meine Herren, ich habe Gelegenheit gehabt, vor Ihnen einen Teil des Programmes der polnischen Landsmannschaft und teilweise spezifische Forderungen der Gruppe Eth Liwnot vorzubringen. Wir wenden uns an Sie, geehrter Kongreß, mit der Bitte, daß Sie uns nach Polen nicht mit leeren Händen zurückschicken, daß Sie uns nicht ohne eine Botschaft für diese Juden, daß die Zionistische Organisation für sie sorgt, nach Polen zurückgehen lassen. Sie können das nicht tun, denn wir sind auf dem Wege, eine gewaltige, große zionistische Bewegung, an der sich das ganze jüdische Volk beteiligen wird, zu schaffen oder alle unsere Errungenschaften zunichte zu machen. Wählen Sie, meine Herren! An Ihnen liegt es, den Weg zu einer großen, schönen zionistischen Zukunft zu zeigen (Lebhafter Beifall). Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: loh teile dem Kongreß folgendes mit. Zunächst erhält das Wort Herr Dr. Ärlosoroff im Namen der Hitachidutli. Am Nachmittag wird als erster Redner der Vertre/er der Freie» zionistischen Vereinig-ung, Herr Kurt Bluaaenfeld sprechen. Ehe wir mit der Sitzung1 zu End» sind, wird «Ler Obmann Kies Kongrreßg'erichtes, Herr Gronemann, das Woirt zu einer wichtigen Miitteiloing für 'die Kongreßdelegierten betreffend die Wahlen in iden PermanenxaiUsselraß haben. Wir schließen um zwei Uhr. Das Wort hat Herr Ärlosoroff. (Applaus.) Ich bitte um Ruht». Mitglied des Actions-Comites Dr. Chaim Ärlosoroff (hebräisch): Ich möchte meine Genossen und alle diejenigen, die an der hebräischen Sprache interessiert sind, um Erlaubnis bitten, ausnahmsweise diesmal deutsch sprechen zu dürfen, da ich von allen verstanden werden will und an eine Redezeit von einer halben Stunde gebunden bin. Ich hoffe, daß sich ein derartiger Vorfall nicht oft im Laufe des Kongresses wiederholen wird. (Deutsch fortfahrend:) Herr Präsident, sehr geehrter Kongreß! Ich entsinne mich der Worte, die Herr Professor Weizmann während seines letzten Aufenthaltes in Palästina in der großen öffentlichen Versammlung in Jerusalem gesagt hat, wo er sagte, er würde wünschen, daß wir zwei Jahre hindurch jedes Interesse und jede Beschäftigung mit der Politik aufgeben. Und ich habe den richtigen Kern aus diesen Worten dahin verstanden und ihm zugestimmt, daß ich mir sagte, daß nicht nur das überwältigende Schwergewicht, und das ist die Auffassung von mir und meinen Freunden nicht nur heute, daß das überwältigende Schwergewicht unserer ganzen zionistischen Arbeit auf den Fragen des wirtschaftlichen konstruktiver! Aufbaues, auf den Fragen der Kapitalspolitik liegt, sondern ich habe es auch dahin verstanden, daß angesichts der Art und Weise, wie 153