Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 151 (sequence 162)
- Language
- German, English, Hebrew
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Gottlieb nicht. Und das sind die, mit welchen man Volk und Land aufhauen willl Können wir das tun? Oder nahen wir in hezug auf unsere Institutionen, die Geld sammeln und sich an das Volk im Namen des Volkes wenden, das Recht zu sagen: jene sind das Volk und ihr nicht? Wo sollen wir ein anderes Volk hernehmen? Das sind doch unsere Brüder und Schwestern, und wir hahen keine andern. (Beifall.) Das sind doch die Väter und Mütter der Chaluzim, die nach Palästina gegangen sind, und das sind doch diejenigen, die jetzt zu ihren Kindern kommen, um zusammen mit ihnen ein Familienleben zu führen und zusammen mit ihnen zu arbeiten (Lebhafte Zwischenrufe). Es muß endlich einmal mit dem Regime, das bei uns in den Qualifizierungskommissionen der Palästinaämter, in der Machlakath Haawodah existiert, Schluß gemacht werden (Lebhafter Beifall). Ich will die Machlakath Haawodah nicht kritisieren. Es waren Monate und vielleicht halbe Jahre, wo die Tätigkeit der Machlakath Haawodah angebracht war. Sie war allerdings nie ganz gerecht. Aber es gab Zeiten, wo es schwer war, ihr einen Vorwurf zu machen. Es gab solche Zeiten, aber heute ist die Lage nicht mehr so wie damals. (Zahlreiche Zwischenrufe und Unruhe.) Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Herr Gotjtlieb, Sie haben aioch sechs Minuten. Mitglied des A. G. Dr. Gottlieb: Meine Herren, wenn die Bestätigung der Beschlüsse der Kon^ ferenz der Palästinaämter, die vom vorigen Kongreß vorgenommen worden ist, den Zweck hatte, durch die Schaffung einer Machlakath Haawodah zu erzielen, daß nur arbeitende Menschen nach Palästina gehen können, dann muß ich hier fetsstellen, daß diese Aufgabe dei- Machlakath Haawodah von ihr nicht ganz erfüllt wurde (Beifall und Zwischenrufe). Meine Herren, es sind junge Leute als würdig anerkannt worden, Zertifikate zu bekommen, die alles in allem zwei oder drei Monate in einer Werkstätte oder in einer Farm verbrachten, und es sind Leute zurückgewiesen worden, die schon fünfzehn Jahre in der Arbeit stehen (Beifall und Lärm). Auch vom Standpunkte der Qualifikation der Arbeit hat die Machlakath Haawodah ihre Aufgabe nicht erfüllt. Auch vom Standpunkt des zionistischen Bewußtseins, das ja gerade zum Aufgabenkreis der Machlakath Haawodah gehört, hat sie ihre Aufgabe nicht erfüllt. Sie hat ihre Aufgabe nicht erfüllt, weil sie zionistisches Bewußtsein nur ihrer Auffassung nach deutete und nicht so, wie es der Kongreß versteht. Wenn man, meine Damen und Herren, unter zionistischem Bewußtsein die Kenntnis des Unterschiedes zwischen Poale Zion und Dror versteht — der Herr Präsident der Organisation weiß ihn wohl auch nicht (Beifall und Zwischenrufe). Wir haben es erlebt, meine Damen und Herren, daß die besten Mitglieder der zionistischen Bewegimg, Leute, die zwanzig Jahre in der Arbeit für unsere Idee 151