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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 148

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 148 (sequence 159)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--5858-3482004
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4. Sitzung: Generaldebatte zionistische ist, wenigstens so weitsichtig zu sein, um vorauszusehen,, was nach sechs Monaten geschehen kann. Aber wir glauben, daß nicht einmal das nötig war. Von dieser Tribüne aus, im Actions- Comite und in der Presse habe ich schon vor vier oder fünf Jahren die ersten Spuren dieser großen neuen Bewegung aufgezeigt, aber man hat gar nicht hören, man hat sie nicht beachten wollen. (Zwischenrufe.) Und als diese Bewegung angefangen hatte? Wenn wir all die Materialien aus unseren offiziellen und nicht offiziellen Organen in Bezug auf die vierte Alij ah sammeln vollten, hätten wir eine ungeheure, eine verbrecherische Hetze nachweisen können, die gegen die vierte Alijah geführt worden ist. (Beifall.) Wenn wir die Presse, die Presse gewisser Schichten in unserer zionistischen Bewegung zeigen wollten: mit welchen Verdrehungen, mit welchem Haß stand man der ganzen Sache gegenüber! Es geht etwas Unbestimmtes vor sich und Gott weiß, was es mit sich bringen wird, und Gott weiß, was noch geschehen kann! Und was könnte schon geschehen? Es sind doch Juden und unsere Brüder und Schwestern hingegangen, diejenigen, auf die wir so viele Jahre gewartet haben, daß sie zu uns kommen und endlich nach Palästina gehen sollen. Was uns, aber am meisten schmerzt, ist, daß man sagt: „Juden von Nalewki und Dzika". (Beifall.) Ich will Ihnen sagen, was Nalewki ist. Und da wende ich mich an unsere geschätzten Gesinnungsgenossen, hauptsächlich an diejenigen aus Westeuropa, aus Deutschland und aus Amerika, damit sie mich verstehen. Bei uns in Polen ist die Zwangssonntagsruhe eingeführt. Und wenn Sie Samstag nach Nalewki kommen, werden Sie sehen, daß alle jüdischen Geschäfte geschlossen sind. (Beifall rechts, Zwischenrufe.) Das ist eine ungeheure moralische und nationale Tat, wenn die Juden das durchhalten. (Beifall.) Von diesen Juden hat man mit einer solchen Verachtung gesprochen: Wohin gehen sie, was können sie dort leisten? Was wollen sie in Palästina machen? Und was bedeutet denn ihnen Palästina? „Sie werden ein Beth Hamidrasch aufbauen". Und wenn man diese Schriften las, hatte man das Gefühl, daß sie von antisemitischen Schriften abgeschrieben worden sind. So spricht man nicht von Juden überhaupt, so spricht man nicht von Juden, die nach Palästina gehen wollen, und so spricht man nicht von Juden, die schon zu Hause Arbeiter waren und so viele Arbeitsstunden im Jahre arbeiteten wie unsere werten Chawerim, die Arbeiter in Palästina- (Beifall.) Wir haben gestern von dieser Tribüne aus den Vortrag von Herrn Dr. Halpern gehört. Nicht alles, was wir anstreben, und nicht. ^Iles, was wir wollen, hat uns gestern Herr Dr. Halpern vorgetragen. Wir glauben, daß eine vollständige ökonomische Gleichberechtigung in der Zionistischen Organisation und in der Tätigkeit ihrer Organe eingeführt werden muß. (Beifall und Zwischenrufe.) Wir sind nicht. 148

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