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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 146

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 146 (sequence 157)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--5856-3482002
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4. Sitzung: Generaldebatte man sich, wie man sie verteilt hat, und es wäre sehr interessant zu sehen, wer sie verteilt hat. Ich will nun zum letzten Punkte übergehen — ich werde jetzt Schluß machen, weil ich noch im ganzen zwei Minuten habe — zur Jewish Agency. Wir haben viel über die Frage der Jewish Adency gehört. Der Misrachi hat wiederholt erklärt, wir betrachten die Jewish Agency als Notwendigkeit und wir sehen in der Jewish Agency so lange die Vertretung des jüdischen Volkes, bis der allweltliche jüdische Kongreß zusammentreten kann. Und wir fragen die Exekutive: Was hat sie bis heute in bezug auf die Einberufung eines allweltlichen jüdischen Kongresses getan, weil wir bis jetzt darüber nichts gehört haben. Die ganze Idee der Einberufung eines allweltlichen jüdischen Kongresses ist verschwunden, und es ist doch klar, daß die Jewish Agency in der neuen Form, die sie jetzt haben wird, noch lange nicht die Vertreterin des gesamten jüdischen Volkes sein wird. Und dieser Kongreß sollte unserer Meinung nach unserer Leitung eine Anregung geben, damit sie es wisse, daß sie sich in Zukunft mit dem Problem der Einberufung eines allweltlichen jüdischen Kongresses beschäftigen müsse. Wir wären sehr zufrieden, wenn es uns schon möglich wäre, unserer Leitung das volle Vertrauen zu ihrer Tätigkeit auszudrücken. Ich hoffe, daß die Zeit kommen wird, wo wir ihr unser Vertrauen werden ausdrücken können. (Beifall beim Misrachi, stürmische Protestrufe links, Lärnü Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: ' In der laut unserer Geschäfts Ordnung feistgeise'teten Reihenfolgemüßte jetzt die zweitgrößte Gruppe, nämlich die amerikanische, zu Worte kommen. Die (amerikanische Landsmannschaft hat mir jedoch erklärt, daß sie eine Deklaration geben und erst nachmittags zu Wtrte kommen will. Daher kommt jetzt als nächster Redner der Vertre-ter von „Eth Liwnoth", Herr Dr. Gottlieb. Mitglied des Actions-Comitäs Dr. Jehoschua Goiüieb (mit lebhaftem Beifall und Händeklatschen begrüßt, jüdisch): Geehrter Kongreß! Wenn wir polnischen Zionisten den politisehen Bericht der Exekutive lesen, können wir den Gedanken nicht vermeiden, der uns bei der täglichen Arbeit entgegentritt: der wichtigste Faktor in unseren politischen Errungenschaften war, ist und wird sein die Masseneinwanderung von Juden nach Palästina. (Beifall.) Indem ich diese hohe Tribüne betrete, begleitet mich immer das Bild, das wir in den letzten Jahren bei uns in Polen sehen, das Bild der Juden, die massenweise kommen und an die Türen des Warschauer Palästina-Amtes klopfen, das Bild der Juden, welche zu Hunderten in speziellen Zügen mit Gesang und Freude abfahren, das Bild der Juden, die zu Zehntausenden zusammen mit uns in den Straßen von Warschau demonstrieren, mit den dekorierten Baikonen, mit den angezündeten Hawdaloth in den Händen, mit dem Glanz der Freude in ihren Augen, mit der Begeisterung für den Ge- 146

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