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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 145

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 145 (sequence 156)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--5855-3482001
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Farbstein arbeiten. Wir haben es gestern von Herrn Dr. Ruppin gehört: „sie brauchen nur noch zwei bis drei Jahre, dann werden sie auf den eigenen Füßen stehen können". Ich habe nichts dagegen, die Kwuzoth noch zwei oder drei Jahre hindurch zu unterstützen. Wenn wir schon so lange Kostkinder haben, dann werden wir eben noch zwei oder drei Jahre die Kostkinder haben. (Stürmische, immer heftiger werdende Pfuirufe links, Beifall rechts. Rufe links: Chaluzim sind keine Kostkinder! Zurücknehmen! — Anhaltender Lärm. Ruf: Das ganze Leben soll er solche Kost essen müssen! Großer Lärm.) Vorsitzender Vizepräsident Motzkin (wiederholt das Zeichen mit dem Hammer gebend): Ich ibitte usm. Ruhe! Sie werden mit Zwischenrufen den Kongreß nicht terrorisieren. Bitte um Ruhe! Meine Herren, wir haben keine Mög-lichkeiit, in parlamentarischer Form einen Ausdruck zu verhindern, der an sich parlamentarisch ist. (Beifall rechts, Lärm links.) Ich bediaaiere, daß der Ausdruck gefallen aber wir haben keine parlamentarischen Mittely. ihn zu verhindern, es ist ein paThtmentajischer Ausdruck! Sie haben die Möglichkeit, nachher in <les- Debatte die Sache zu besprechen. Mitglied des A. C. Faibstein (unter ständigem Lärm fortfahrend): Der Vorsitzende hat nicht das Recht, seiner Meinung Ausdruck zu geben, daß er bedauert oder nicht bedauert; das ist nicht seine Sache. (Zwischenruf.) Ich will zur Frage übergehen, die die Angelegenheiten des Handels- und Industrie-Departements betrifft. (Redner wird fortwährend gestört.) Ich frage nun, was hat die Leitung für Handel und Industrie getan? Ich nehme den Bericht zur Hand und will nachsehen. Wie steht es nun um die vierte Alijah? Es sind ins Land ungefähr 25 bis 30.000 neue Juden gekommen. Man hätte für sie sorgen sollen. Ich sehe, daß die Leitung mit ihrer Arbeit sehr zufrieden ist, und ich stelle fest, daß sie Unterstützungen, Anleihen für neue Einwanderer für Zwecke des Handels und der Industrie insgesamt 92 Personen gab! 92 Juden haben im ganzen während der zwei Jahre seit der großen Alijah Unterstützungen bekommen! Ich frage nun, was hat unsere Abteilung für Handel und Industrie während dieser Zeit getan?! Ich lese zwar hier, daß sie sehr wichtige Publikationen herausgegeben hat, über Eisenbahnfahrten und Landsiedlungen, eine sehr wichtige Publikation, sehr wichtig für eine Abteilung für Handel und Industrie, und dazu kommt noch als Zusatz ein Dialog zweier Frauen. Mit solchen Mitteln wird man sehr viel zur Förderung von Handel und Industrie beitragen! Man erzählt uns, ja, man gibt Anleihen; allein, wenn ein Jude eine Anleihe von hundert Pfund bekommen soll, dann muß er zuerst zehnmal nach Jerusalem fahren und die hundert Pfund kosten ihn 30 Pfund nur an Spesen. Wenn an der Spitze der Abteilung diejenigen stehen, die gegen die Einwanderung des industriellen Elementes sind, wie zum Beispiel Dr. Ruppin, dann verstehe ich es. Aber wenn wir uns vor Augen halten, daß von der gegenwärtigen Alijah 92 Juden Darlehen erhalten haben, so fragt 10 145

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