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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 143

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 143 (sequence 154)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Farbstein Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Ich mache alle Zwischenruf er darauf aufmerksam: für jeden Zwischenruf und je solche Störung bekommt der Redner einen Zusatz von zwei Minuten zur Redezeit. (Heiterkeit, Beifall und Zwischenrufe.) Mitglied des A. C. Farbstein: Herr Präsident, die zwei Minuten sind schon längst vorüber. — Wir haben doch Beweise, und das sagen wir euch als diejenigen, die mit euch zusammen arbeiten wollen, daß ihr einen schiefen Weg beschreitet. Als gestern Dr. Halpern hier sprach, habt ihr ihm zugerufen „Awodah iwrith". Ich befürchte aber, daß Zeiten kommen werden, da wir euch werden zurufen müssen: Awodah iwrith! (Beifall und lebhafte Zwischenrufe.) Ihr nehmt in eure Organisation arabische Arbeiter auf; man kann schon in eurer Presse Bemerkungen finden, die davon sprechen, man solle vielleicht das Wort „Iwrith" (jüdische) streichen. „Wir wollen schon eine allgemeine Organisation jüdischer und arabischer Arbeiter werden/' Wir sagen den jüdischen Arbeitern, daß das ein Verbrechen gegen das jüdische Volk ist. Und wir wrerden es beweisen (Zwischenrufe), wir werden beweisen, daß man Arbeitgebern, die arabische Arbeiter aufnehmen wollen, sagt: „ja, wenn sie in unserer Organisation Mitglieder wären, dann könntet ihr sie aufnehmen.41 (Zwischenrufe.) Wir werden zu dieser Frage nicht in diesem Moment Stellung nehmen; wir wollen mit euch verhandeln, wir wollen euch nicht unterdrücken, wir sind weit von solchen Absichten entfernt. Wir stellen eine Frage, wir sagen: laut dem Berichte unserer Exekutive an den Völkerbund steht es fest, daß wir bis 1923 für unsere Arbeit im Lande die Summe von zusammen 2Y\ Millionen Pfund ausgegeben haben. Wenn wir von diesen 2K Millionen 775.000 Pfund subtrahieren, die wir für das Schulwerk und das Sanitätswesen ausgegeben haben, so kommen wir zu einer Summe von eineinhalb Millionen Pfund, die für die landwirtschaftliche Kolonisation ausgegeben worden sind. Und nun fragen wir euch: zeigt uns zwanzig Juden, die schon von ihrem eigenen Ertrag aus der landwirtschaftlichen Arbeit leben können! (Beifall und Zwischenrufe.) Bitte, für eineinhalb Millionen Pfund haben wir doch wenigstens das Recht zu fordern, daß zwanzig Leute ihr Auskommen haben. (Lebhafte Zwischenrufe und Unruhe.) Ich stelle die Frage, wie sie tatsächlich vorhanden ist: man kann doch nicht zum jüdischen Volke kommen und fordern: Jüdisches Volk, gib Geld, gib uns Millionen! Es wird ja fragen: wozu? wofür? Wir wollen, daß die Arbeiter gut leben sollen, daß sie ein schönes, angenehmes Leben führen sollen, daß sie keine „Knechte bei Knechten" sein sollen. Aber man kann doch nicht dem jüdischen Volke sagen: Gib uns Geld, das keinen Nutzen bringen wird, denn es bringt ja tatsächlich keinen Nutzen. Denn wenn wir die Not unserer und eurer Arbeiter in den Kwuzoth sehen: 143

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