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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 142

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 142 (sequence 153)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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4. Sitzung: Generaldebatte zufügen, die auf die Schiffe kommen und sich als Leute vorstellen, die sich für die Juden interessieren und inzwischen zu erfahren suchen, welcher Jude legal und welcher illegal einwandert. Das geschieht unter dem jüdischen High Commissioner; um wieviel mehr, wenn ihr dort nicht jüdische Beamte haben werdet, die gegen das zionistische Ideal sind. Und diese Beamten werden dem High Commissioner in den Ohren liegen; dann kann doch auch der beste High Commissioner der Beeinflussung gegen den Zionismus, gegen das jüdische Volk unterliegen. Er kann es doch nicht verstehen, daß Palästina nicht nur den 135.000 Juden gehört, die in Palästina leben, sondern daß Palästina das Land der zwölf bis vierzehn Millionen Juden, die auf der ganzen Welt leben, ist, die nicht freiwillig von Palästina weggezogen sind und die nach Palästina zurückkommen wollen. (Beifall.) Er hat ja vor sich 130.000 Juden und 500.000 Araber und deshalb geht er von dem Standpunkt aus, die Araber seien im Rechte und nicht wir. Wir müssen unserer Exekutive daraus einen Vorwurf machen, daß sie nicht die entsprechenden Mittel ergriffen hat, um zu beweisen, daß man wirklich einen jüdischen Vertreter in Palästina verlangt. Einen noch größeren Vorwurf muß man der Exekutive machen: wenn wir eine politische Vertretung haben, so kann man es doch nicht zulassen, daß die politische Vertretung — und wir wissen es doch, daß die Jewish Agency als beratendes Organ für die englische Macht fungiert — daß ohne das Wissen unserer Vertreter, ohne das Wissen der Jewish Agency ein High Commissioner ernannt wird und daß unsere Vertreter, unsere politischen Vertreter, davon nicht einmal erfahren. Da ist jedenfalls eines zu konstatieren: entweder eine gewisse Nachlässigkeit von Seiten unserer Führer oder die Tatsache, daß die englische Regierung mit der Jewish Agency und mit der Meinung des jüdischen Volkes absolut nicht rechnet. Wir kommen zu der Frage der vierten A 1 i j a h. Wir sagen es ganz offen der Linken, den Arbeitern gegenüber: wir Misrachisten sind sehr weit davon entfernt, einen Kampf gegen die Arbeiter zu führen. Wir haben in unseren Reihen zehntausende junger Leute aus orthodoxen Familien, welche heute überzeugt sind, daß die einzige Lösung unserer sozialen Probleme in Palästina liegt; aber sie sind sehr weit vom Klassenkampf entfernt und bei ihnen steht an erster Stelle nicht Klassenkampf, sondern Palästina. Wir werden die Arbeiter nie unterdrücken. Aber auch ihr müßt doch verstehen, daß ihr ein Erez Israel haben wollt; ihr wollt doch nicht, daß es dort nichts als Proletariat geben darf. (Zwischenrufe.) Den Misrachi kann man doch keineswegs der Diktatur beschuldigen. (Zwischenrufe, Unruhe.) Euch gegenüber habe ich dagegen Beweise, daß ihr schon heute auf dem Punkte steht, daß die Histadruth haowdim, die allgemeine Arbeiterorganisation, nicht mehr unparteiisch ist. (Unruhe und Zwischenrufe.) 142

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