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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 138

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 138 (sequence 149)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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4. Sitzung: Generaldebatte Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Geehrter Kongreß! Es ist dies ein* konstitutionelle .Frage, über die wir aber jetet wahrhaftig nicht viel Zeit verlieren wollen. Die Exekutive kann . entweder Referenten stellen oder nicht. Im übrigen ist der Kongreß souverän. Die Gelegenheit zu jsprechen hat jedes Mitglied des Kongresses im Rahmen -der Geschäftsordnung. (Zwischenruf.) Hätte ich -das gestern richtig verstanden, iso hätte ich Hierin Di.. So,skin .erklärt,..-er könne in der Generaldebatte ,als Mitglied des -Kongresses sprechen und er würde in der Reihe sein und wur.de auch den Platz einnehmein., der ihm dann laut der Stärke der entsprechenden Gruppe zukommt, der er angehört. Das ist nicht geschehen, und es ist schade uin die Zeit, die wir jetzt darüber verlieren. Ich bitte dagegen, daß die Exekutive denn Präsidium alle andern Wünsche übermittelt, die sie als Exekutive ejiiwa hat. Zum Beispiel, wenn noch irgendwelche Referate der Exekutive hineinkommen sollen, müssen wir das noch heute wissen, denn ich habe nur von einem Referat« gehört, einem sehr erwünschten und sehr wichtigen, aber es muß uns dies im Namen der Exekutive mitgeteilt werden. Dajin kann das Präsidium die Einteilung vornehmen. Punkt zwei: wir werden jetzt sofort laut einem Beschluß des Präsidiums zur Generaldebatte übergehen. Das Präsidium hat heute getagt «und über den künftigen Verlauf des Kongresses entschieden. (Lebhafte Zwischenrufe.) Delegierter Dr. Arlosoroff: Herr Präsident! Darf ich Sie bitten, mir auf die zweite Frage eine Antwort au erteilen, ob das Präsidium dafür Sorge tragen wird, daß auch ein Mitglied der Exekutive auf <!ie sehr negative Beurteilung, die wir gehört haben, Antwort geben soll? Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Herr Arlosoroff, wir wurden aufgefordert, und wir übernehmen es, der Exekutive diese Anfrage zu übermitteln, die Exekutive wird uns die Antwort geben!, und wenn wir die Antwort haben, werden wir sie Ihnen bekannt geben. In Bezug auf die weitere Verteilung der Arbeit haben wir Ihmien folgendes mitzuteilen: es ist sehr bedauerlich, daß wir nicht programmäßig fortfahren können. Da kann nuin wirklich sagen: a-werah dorescheth awerah. Wir waren heute in Verlegenheit in Bezug darauf, wie nun die Debatten geführt werden sollen. Die Ansichten waren geteilt, es waren Stämmen dafür, daß wir jetzt weiter die Referate anhören sollen; und zwar sind noch Referate von Sprinzak, dann von Ussischkin und Schocken bei uns angemeldet, aber damit ist noch nicht der ganze Komplex erschöpft-. Es ißt uns noch ein weiterer Referent über Wirtschaft angemeldet, woraus sich ergeben wTürde, daß der Kongreß sich einen ganzen Tag mit Referaten beschäftigt. Wir haben aber beschlossen, davon Abstand zu nehmen und die Generaldebatte des Kongresses weiterzuführen. Wir haben an Sie die Bitte, in dieser Debatte nach Möglichkeit die politisheen Momente hervorzuheben und die wirtschaftlichen Momente, wenigstens für ciine Weile, zurückzustellen, für die Debatte, die nach den weiteren Referaten noch folgen wird. Erlauben Sie mir, nieine Herren, noch eine Bemerkung. Da für die Verteilung der 'Arbeiten des Kongresses nur das Präsidium zuständig ist, so kann eine Geschäftsordnungsdebatte darüber nicht stattfinden. (Delegierter Lichtheim: Werden wir dann zwei Generaldebatten haben?) Jawohl, Herr Iichtheisn, es wird eine politische Debatte geben und dann eine wirtschaftliche. (Delegierter Lichtheim: Dann bitte ich den Kongreß, das abzulehnen! Ich stelle den Antrag, nur eine Generaldebattite abzuführen und bitte, den Kongreß darüber abstimmen zu lassen!) Nein, Sie könnien es dem Präsidium übergeben, aber der Kongreß hat sich damit nicht zu beschäftigen. Herr Lichtheim, Sie werden die Geschäitsomdüinng gleich hören und es wird nacht notwendig sein, daß wir eine Geschäftlsordnungsdebatte haben. Zunächst kann ein Antrag über die Aenderung deT Tagesordnung vor dem ..Kongresse nur durch drei Verbände mit mindestens 150.000 Sehekelzahleirn eingebracht werden; :<ias ist vorher, vor dem Kongresse. Paragraph 16, Absatz 3: Der Kongreß kann auf Antfrag;von mindestens dreißig Mitgliedern in der ersten oder zweiten Sitzung eine Aenderung der .Tagesordnung beschließen. Es lag kein solcher Antrag hier vor. Ich bedauere «ehr, ich kann;uicht lange mit Ihnen unterhandeln. Ich kann Ihre Forderung nur dem Präsidium zur Beratung übergeben. Wir haben beschlassen, vorläufig geht die Generaldebatte fort. Das Wort hat Herr Farbstein. 138

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