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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 134

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 134 (sequence 145)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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4. Sitzung: Generaldebatte wird überall, wo nur möglich, in Bassins aufgesammelt. Die Kanarischen Inseln haben gar kein fließendes Wasser. Das für die Bewässerung der etwa 70.000 Dunam kultivierter Flächen hier erforderliche Wasser wird teils dem Untergrund entnommen, teils in Bassins, Talsperren und gemauerten Behältern angesammelt. Diese verhältnismäßig kleine Fläche, die stellenweise mehrere Ernten im Jahre liefert, ergab an Bananen, Tomaten, Zwiebeln und Kartoffeln im Jahre 1910 einen Ausfuhrwert von etwas über eine Million Pfund, davon 20.000 Dunam Bananen allein 430.000 Pfund, das ist pro Dunam 21% Pfund. Die Wasserfrage muß auch bei uns zur Kardinalfrage werden. Jedes verfügbare Quantum Wasser muß inventarisiert und für die Bebauung des Bodens dienstbar gemacht werden. Irrigationsgesellschaften müssen bei uns entstehen, um Wasser den Siedlern gegen Entgelt zu liefern. Es ist das kostbarste Element für den Landwirt. ^if|*t| 3. Kredit. Das landwirtschaftliche Kreditwesen ist bei uns bislang ein arg vernachlässigtes Gebiet. Ist dies vielleicht ein Ausfluß des fehlenden Glaubens an die Rentabilität der Landwirtschaft? Denn das eine ist doch gewiß: ohne gesicherte Wirtschaftsbasis ist ein Kredit unmöglich. Erst muß also dafür gesorgt werden, daß die Wirtschaftsform einen rentablen Betrieb ermöglicht und somit die Basis für den Kredit schafft. Dieses ist bei der Getreidewirtschaft nicht möglich, wohl aber bei der intensiven Kleinsiedlung. In Zukunft sollte es keine Kredite an individuelle Siedler seitens der nationalen Institutionen geben. Mit oder ohne Kontrakt wird eine von dem Keren Hajessod gegebene Anleihe nicht übermäßig ernst genommen. Zwischen den Kolonisten und den geldgebenden Faktoren soll die Landwirtschaftliche Bank stehen, die Geldmittel sowohl für langfristigen Ausrüstungskredit, als auch für kurzfristige Kreditanleihen bis zur Ernte oder für ähnliche Zwecke hergeben muß. Dadurch wird die Selbstachtung bei dem Geldnehmer gehoben. Man hat es doch so im Gefühl, daß man gegenüber einer Bank seine Verpflichtungen nachzukommen hat. Eine Reihe von landwirtschaftlichen kleinen Banken in der Art der Schultze-Delitzschen und Raiffeisenschen wird später zur Bildung der großen landwirtschaftlichen Zentralkasse führen. Diese ländlichen genossenschaftlichen Banken werden für den Siedler nicht allein die erforderlichen Kredite beschaffen, sondern für ihn den Warenbezug (Kraftfuttermittel, Dünger, Saat, Pflanzen usw.) und den Absatz seiner Erzeugnisse, die Fabrikationen usw. organisieren. Einen Anfang in dieser Richtung hat die kleine in der Nähe von Tel-Awiw gelegene Kolonie Bnei Brak gemacht, die kurz vor dem Kongreß noch ihre Bank für Landwirtschaft und Industrie gegründet hat, bei der der langfristige landwirtschaftliche Kredit besonders gepflegt werden soll. Wenn sie richtig geleitet werden wird, so wird sie der Bahnbrecher auf diesem Gebiete sein. Nach diesen drei Hauptforderungen — Land, Wasser 134

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