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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 127

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 127 (sequence 138)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--5837-3481983
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Soskin zeigt die Verteilung der Arbeitstage auf jeden Arbeiter in 19 Kwuzoth; nicht weniger als 24 Prozent, das ist ein Viertel der gesamten Arbeitszeit, geht für die Verpflegung auf. Es würde daraus folgen, daß in den Kwuzoth die volle Arbeitskraft eines Menschen erforderlich wäre, um vier Personen zu verpflegen, von denen eine die wirtschaftende Person selbst ist. Es ist mir dies etwas zu hochherrschaftlich! Dabei hält es noch die Plankommission für erforderlich, die Unordnung in der Küche und in der Ernährung, sowie die Fahrlässigkeit in bezug auf Reinlichkeit und Ordnung hervorzuheben! Was sind dreißig Tage für Investitionen, elf Prozent der G^- samtarbeitszeit, und was sind die Nebenarbeiten mit drei Prozent? Warum sind außer den 52 Sabbattagen noch 55 Tage frei gewesen? Sind es alles Feiertage und Regentage und konnte an letzteren keine Hofarbeit getan werden? S o erscheint die Zahl der wirklichen Arbeitstage viel zu gering. Nicht weniger Raum im Bericht und wohl auch in der Tätigkeit des Departements nimmt die landwirtschaftliche Anlernung ein, die Instruktionsabteilung, Mädchenfarmen, Publikationen, Vorträge, Nicht genug kann nach dieser Richtung getan werden. Auch unser erprobtes Siedlungsmaterial braucht Anleitung und Wegweisung. Das richtigste wäre, an Ort und Stelle Musterbetriebe zu haben mit einem erfahrenen Instruktor, der ortsansässig wäre; freilich werden bei den größtenteils kleinen Siedlungen die Kosten ins Gewicht fallen. Auch in diesem Zusammenhang wird es klar, wie vorteilhaft es wäre, große, sehr große Kolonien zu haben, um die Anstellung eines an Ort und Stelle lebenden Instruktors lohnend zu machen. Was aber in der neuen wie auch in der alten Siedlung fehlt, das ist die Gelegenheit zur Beschaffung von Saat, Dünger, Mitteln gegen Pflanzenschädlinge. Und dies sind doch die grundlegendsten Bedingungen für eine erfolgreiche Wirtschaft! Nach vierzig Jahren der Kolonisation kann man nicht Samen und Dünger in einer Samen- und Düngerhandlung kaufen. Bislang mußten die Siedler, wenn sie Samen haben wollten, sie beim „Hamaschbir'1 im voraus bestellen. Vorrätig waren sie nie zu haben. Diese für die Kolonisation so wichtigen Handelszweige hätten von der Kolonisationsabteilung eine Förderung erfahren müssen durch Finanzierung und Beeinflussung ihrer geschäftlichen Richtung. Dann würde sie selbst kein Saatgutmaterial zu verteilen brauchen. Abschnitt 10 des Berichtes der Abteilung für landwirtschaftliche Siedlung gibt uns die Hoffnung, daß endlich bald Verträge mit den Kolonisten und den Kwuzoth abgeschlossen werden sollen. Dabei wird nebenbei bemerkt, daß außer den im Ansiedlungsdarlehen bereits investierten 460.000 Pfund zur Vollendung der in Angriff genommenen Siedlungen voraussichtlich noch 300.000 Pfund nötig 127

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