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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 123

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 123 (sequence 134)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--5833-3481979
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Soskin Hühner ■■ erforderliche Menge an Körnern ist aber von der Plankommission vollständig übersehen worden. Die armen fünfzig Hühner sind einfach vergessen worden. Trotzdem bringen sie noch hundert Eier pro Kopf (kein Wunder, wenn so wenig) und diese hundert Eier haben einen Verkaufswert von 25 Piaster. Das Körnerfutter müßte aber nach den Zahlen der Kommission ja sogar bis zu 30 Piaster kosten. Betrachten wir noch weiter den Sanierungsvorschlag der Plankommission. Nachdem die Milchwirtschaft 61.75 Pfund und das Geflügel 3 Pfund, insgesamt 64.75 Pfund (genau die Hälfte des Gesamterlöses) liefern, werden weitere 64.50 Pfund vom Gemüse und Pflanzungen eingebracht. Davon entfallen auf fünf Dunam Gemüse (darunter ein Dunam bewässert) 32 Pfund, auf vier Dunam Weinstöcke 22.50 Pfund und auf zwei Dunam Fruchtbäume 6 Pfund, insgesamt von elf Dunam 60 Pfund. Die vier Dunam Eukalyptuswald kommen hierbei nicht in Betracht, das ist Wald und keine Pflanzung. Eine regelmäßige Einnahme kann man hievon nicht erwarten. Es stellt sich somit heraus, daß die Hälfte der Gesamteinnahme nur elf Dunam ergibt, die nicht einmal intensiv angebaut werden, was ich bald beweisen werde. Auf der einen Seite also 80 Dunam, die neben Brot für 9 Pfund, Milch und Eiern 64 Pfund einbringen, auf der andern elf Dunam, die außer Gemüse für die Familie noch 60 Pfund ergeben. Warum dann nicht um alles in der Welt 20 Dunam, die 120 Pfund Ertrag liefern und somit den ganzen verlustbringenden Apparat, mit vielem Land, viel Gebäuden, Maultieren usw. überflüssig machen? Denn an Gemüsebau und Tafeltrauben glaubt doch die Plankommission! Aber sie schätzt den ersteren nur sehr gering ein. Der Dunam unbewässertes Gebiet liefert laut Anhang 2 sechs Pfund pro Dunam, der Dunam bewässertes dagegen acht Pfund. Sage und schreibe zwei Pfund mehr, das heißt etwa den WTert des Wassers, wenn es bezahlt werden müßte! So schätzt die Plankommission die Bewässerung ein! Man würde es nicht seinen eigenen Augen glauben, stünde es nicht schwarz auf weiß im Anhang 2 zum Vorbericht der Plankommission! Daß eines der Mitglieder der Kommission den Wert der Bewässerung in einem warmen Lande nicht zu schätzen weiß, hat es bewiesen, als es im November 1923 in seinem Fragebogen an Professor Mead den Zweifel darüber äußerte, ob es sich verlohne, unsere geringen Geldmittel für kostspielige Bewässerung auszugeben, vielmehr müßte man große Flächen unter Kultur bringen. Mead hat sich unzweideutig über den hohen Wert der Bewässerung ausgesprochen. Dieser Herr ist aber nicht zu belehren, er hat es sogar verstanden, die anderen Herren der Kommission zu seiner Ansicht zu bekehren. Warum aber die Herren 50.000 Pfund für die Bewässerung von 123

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