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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 110

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 110 (sequence 121)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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5. Sitzung: Referate über Palästinawirtschaft uns keine Konkurrenz bedeutet. Wir brauchen vor allem einen kaufkräftigen Markt und diesen Markt haben wir in erster Reihe in den jüdischen Städten und Stadtvierteln, die sich bilden. Und deshalb gibt es in Palästina nicht diesen Gegensatz, den man auf Kongressen und in theoretischen Studien hervorhebt. Die Frage des Aufbaues einer Industrie in Palästina müssen wir so auffassen, daß wir unsere Industrie nicht in erster Reihe auf den Export aufbauen, sondern daß wir sie vor allem mit unserem eigenen inneren Markt verbinden müssen, und deshalb ist unserer Ansicht nach die Industrie an einer starken, kaufkräftigen jüdischen Landwirtschaft interessiert. Schon seit Jahren verlangen wir vom Zionistischen Kongreß und von unserer Zionistischen Bewegung, daß sie den Standpunkt anerkennt, daß die Landwirtschaft der wichtigste Teil unserer Kolonisationsarbeit sein muß, nicht deshalb, weil wir glauben, daß die Landwirtschaft den größten Teil der Immigration absorbieren kann. Wir haben nie daran gedacht, das Dorf könne mit der Stadt konkurrieren; aber wir haben immer die Ansicht vertreten, daß wir auf finanziellem und geistigem Gebiet alle Anstrengungen machen müssen, daß unsere Zionistische Bewegung auch organisatorisch alle Kräfte auf die Landwirtschaft konzentriert, da diese unser schwächster Punkt ist, weil unsere nationale Oekonomik hieran am meisten krankt und weil das die Hauptbasis ist, auf die sich eine jüdische Gesellschaft in Palästina stützen kann und stützen muß, da wir in Palästina nicht den Fehler wiederholen wollen, eine städtische Bevölkerung zu sein, die auf nichtjüdischer Landwirtschaft basiert. Die Landwirtschaft ist für uns die Linie des größten Widerstandes. Die Aufgabe einer Bewegung ist es, nicht den Weg des Individuums zu beschreiten. Der einzelne Mensch geht auf der Linie des geringsten Widerstandes, eine organisierte Bewegung dagegen muß sich auf der Linie des größten Widerstandes bewegen. Ich möchte noch eine Bemerkung machen. Man hat mich früher, scheint mir, nach der Methode unserer Ko- 110

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