Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 85 (sequence 96)
- Language
- German, English, Hebrew
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Ruppin Griechenland zurückgebracht. Wissen Sie, was diese Kolonisation kostet? Ich werde es Ihnen sagen, auf die Gefahr hin, daß Sie j uns von neuem vorwerfen, daß wir teuer kolonisieren. Jeder dieser Ansiedler bekommt 104 Pfund pro Kopf außer dem Boden. Für diese 104 Pfund baut man ihm ein Haus, in dem allerdings unter einem Dache die Menschen und das Vieh und der Schuppen für die Geräte vereinigt sind, das kostet die Hälfte des Betrages, und die andere Hälfte muß für sein ganzes Inventar und für seinen Lebensunterhalt genügen. Aber der Unterschied ist eben der, daß diese Leute wirklich auf dem niederen Standard weitervegetieren, den sie aus Kleinasien mitgebracht haben. Wir, die wir nicht mit dem arabischen Pfluge arbeiten wollen, müssen sofort mit dem europäischen Pflug auch andere Zugtiere haben, diese anderen Zugtiere verlangen andere Unterkünfte und so weiter und so weiter, so daß wir trotz aller Versuche in Palästina, trotz aller Vorschläge unserer Sachverständigen bisher noch immer dazu gekommen sind, 700 Pfund als das Mindestkapital für eine in der Landwirtschaft beschäftigte Familie zu geben, ohne den Boden. Meine Herren! Was wir in Palästina in der Landwirtschaft bisher geschaffen haben, ist wirklich noch keine Möglichkeit für eine Masseneinwanderung. Ich sage hier in aller Sachlichkeit, daß wir in Palästina bisher versucht haben, den Betrieb zu finden, der nach einer gewissen Reihe von Jahren eine Rentabilität sichert. Ich habe auf dem letzten Kongreß gesagt, daß wir den größten Teil des Weges, der zu [diesem Ziele führt, zurückgelegt haben. Ich glaube heute sagen zu können, daß wir dieses Ziel bereits erreicht haben. Einige unserer neuen Kolonien, die vor drei oder vier Jahren gegründet wurden, haben schon in diesem Jahre ungefähr ihre Ausgaben hereingebracht, und es besteht begründete Hoffnung, daß sie in noch einem oder zwei Jahren bereits voll durch ihre eigene Arbeit sich eine Existenz gründen. Aber es ist eine teuere Sache. In der letzten Sitzung des Aktionskomitees