Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 57 (sequence 68)
- Language
- German, English, Hebrew
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Weizmann zwei gleichen Hälften bestehen. Eine Hälfte wird die Zionistische Organisation stellen, die andere alle jene erwähnten Körperschaften. Es ist die Frage entstanden, ob dieser neue Aufbau eine Aenderung im Mandat nach sich ziehen wird. Nach genauer Information an maßgebender Stelle erkläre ich, daß keine Aenderung im Mandat vorgenommen werden wird. Man kann auch in der Verfassung der Agency einen Punkt einfügen, daß diese Verfassung nach drei oder vier Jahren oder nach einem anderen Zeitraum, den der Kongreß beschließen wird, einer Revision unterzogen werden kann. Es ist hier nicht der Platz, auf alle Einzelheiten dieses Planes einzugehen. Auch damit wird sich die Kommission befassen. Es ist wesentlich und notwendig, daß der Kongreß die Exekutive in den Stand setze, den Council in der nächsten Periode aufzubauen (lebhafter Beifall). Ich bin mit meinem Bericht zu Ende. Es ist dies eigentlich kein Bericht, sondern nur die Einleitung zur Lektüre des politischen Berichtes, die ich ihnen empfehle. Der Bericht wird in der Generaldebatte vielleicht scharf kritisiert werden. Unsere Arbeit ist schwer und kompliziert. Ich bin der letzte, der an Ueberheblichkeit leidet. Doch muß ich sagen, daß wir ein Stück vorwärts gegangen sind. Wir haben nach Maßgabe der Kraft unser Bestes getan. Es ist schwer zu sagen, wie die Entwicklung weiter sein wird. Wir haben Verschiedenes zu überwinden. Vor allem hängen wir in der Arbeit von Faktoren ab, über die wir keine Kontrolle haben. Wir können nur unsere eigene dynamische Kraft im Dienst der Sache anspannen, und unsere Aufgabe ist es, zu sehen, daß wir aus dieser Kraft das Maximum für den Aufbau gewinnen. Mögen Sie von dem Gefühle jener großen Verantwortung erfüllt sein für all das, was jetzt auf ihnen lastet, und in die Debatte eintreten im vollen Bewußtsein dessen, was schon geschehen ist und was noch zu tun ist. Es ist schwer, die Zukunft vorauszusehen, am schwersten für die, welche glauben, daß sie die Zukunft vorbereiten (stür- 57