Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 56 (sequence 67)
- Language
- German, English, Hebrew
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2. Sitzung: Politischer Bericht Verständnis der intellektuellen Werte, die uns einigen, hergestellt werden. Ich möchte meine Einleitung schließen mit dem Hinweis auf einen Punkt, der auch zum Gegenstand längerer Diskussionen in der Organisation geworden ist und auch diesen Kongreß beschäftigen wird. Ich möchte im Namen der ganzen Exekutive erklären, daß sie nach wie vor am Plane der Jewish Agency, wie er vom letzten Kongreß angenommen wurde, festhält (Beifall). Ich will die Erklärung abgeben, daß es diesem Kongreß obliegt, diese Sache ein für allemal mit Offenheit und mit Entschiedenheit aufzunehmen und sich nicht mehr auf platonische Formeln zu beschränken. Entweder wird dieser Kongreß die Jewish Agency machen oder er wird erklären, er mache sie nicht (Delegierter Grünbaum: Braucht man da eine Erklärung dazu?). Was meine Person anbetrifft, werde ich mich auf keine zweifelhaften Formeln einlassen (langanhaltender Beifall). Wie Sie wissen, sind wir seit dem Jahre 1923 mit denjenigen nichtzionistischen Elementen im Judentum in Verbindung getreten, die bereit sind, mit uns am Aufbau Palästinas mitzuwirken. Zwei Konferenzen, die in Amerika stattgefunden haben, haben in dieser Hinsicht positive Beschlüsse gefaßt. In England haben die zwei führenden Körperschaften des dortigen Judentums ihre Zustimmung zum Eintritt in die Jewish Agency gegeben. Und auch in anderen Ländern ist die Möglichkeit der Realisierung des Planes vorhanden. Die Grundprinzipien, auf denen die Agency aufgebaut werden soll, sind bekannt, es gibt aber Platitüden, die man nicht oft genug wiederholen kann, weil sie von verschiedenen Seiten verschieden dargestellt werden. Ich wiederhole daher: die Jewish Agency basiert auf dem Mandat sowie auf den Grundprinzipien unserer Arbeit in Palästina, das ist nationaler Boden, nationale Arbeit, nationale Sprache und Kultur. Die Jewish Agency wird sich nicht aus Notabein, nicht aus Individuen zusammensetzen, sondern aus Vertretern großer, maßgebender Körperschaften im Judentum. Der Council der Agency wird aus 56