Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 518 (sequence 541)
- Language
- German, English, Hebrew
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Der Zionistenkongress steintest, dass Palästina durch die historischen Bande, durch den Willen des Volkes zur Rückkehr, durch die Arbeit im Lande und nunmehr auch durch die internationale Anerkennung eine Sonderstellung als das Land der nationalen Heimstätte des jüdischen Volkes einnimmt. Der Zionistenkongress wiederholt seine Erklärung, dass unter allen Umständen die Rechte aller Gemeinschaften in Palästina gleich heilig sind und bleiben werden. Das jüdische Volk, das unter den schwersten äusseren und inneren Bedingungen in diesen Tagen allmählich zu neuem produktiven Leben erwacht, wird durch sein nationales Heim in Palästina zur vollen Entfaltung seiner Kräfte im Dienste des kulturellen Aufstieges der Menschheit gelangen und ein Faktor sein, der den verwandten Völkern bei ihrer Neugestaltung aktiven Beistand leihen kann. Der Zionistenkongress erwartet, dass auch das arabische Volk, das weite Territorien ausserhalb Palästinas zur Verfügung hat, auf denen sich seine nationale Wiedergeburt vollzieht, mit wachsendem Verständnis die nationale Wiedergeburt des jüdischen Volkes, das gewillt ist, mit den Arabern in Palästina in vollster Harmonie und Eintracht zu leben, als positiven und wertvollen Faktor des Nahen Orients anerkennen wird. Das jüdische Volk hat durch die aufopfernde Arbeit seiner Pioniere im Lande und Bestellung grosser Mittel den Beweis erbracht, dass es entschlossen ist, sich für die historische Aufgabe seiner Selbstbefreiung voll einzusetzen, und es wird auch fernerhin zu grossen Opfern bereit sein. Das jüdische Volk erwartet von der ganzen zivilisierten Welt Verständnis für die menschliche Grösse und politische Notwendigkeit des Zionismus und tatkräftigste Unterstützung in dem schweren Kampf zur Ueberwindung der gewaltigen Schwierigkeiten, die der Ausführung dieses grossen Werkes entgegenstehen. Die Exekutive wird aufgefordert, durch zielbewusste organisierte Arbeit auf die ununterbrochene Aufklärung der öffentlichen Meinung aller Völker über die politischen und menschlichen Endziele unserer Bewegung hinzuwirken und insbesondere die Aufklärungsarbeit im Nahen Orient und unter dem arabischen Volke systematisch und beharrlich fortzuführen. B.—Verhältnis zur Mandatarmacht. 2. —Die zionistische Politik muss durch den leitenden Gedanken bestimmt werden, dass der Träger dieser Politik das gesamte jüdische Volk ist. Der Kongress fordert die Exekutive auf, gestützt auf diese Volkskraft für die volle Verwirklichung der im Mandate völkerrechtlich anerkannten Rechte des jüdischen Volkes beharrlich und planmässig einzutreten. 3. —Der Kongress fordert die Exekutive auf, die Aufmerksamkeit der Mandatarmacht mit allem Nachdruck auf die Tatsache hin- 518