Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 517 (sequence 540)
- Language
- German, English, Hebrew
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A. Beschlüsse des Kongresses. K—Decharge. Nach Anhörung des Berichtes der Exekutive konstatiert der Kongress, dass infolge mangelnder Einheitlichkeit in der Führung der Geschäfte die Exekutive nicht zur vollen Entfaltung ihrer Kräfte und nicht zu jenem Zustand der Gesamtverantwortung gelangt ist, die zu gedeihlicher Führung der Arbeit erforderlich sind. Der Kongress anerkennt die positiven Leistungen der letzten Jahre, und zwar insbesondere: 1. die Erreichung der Mandatsbestätigung; 2. die unter schwierigsten Verhältnissen geleistete kolonisatorische Arbeit in Palästina, die zur Erschliessung neuer jüdischer Positionen und Erhaltung der alten geführt hat; 3. die beträchtlichen Resultate der Keren Hajessod-Arbeit, insbesondere der letzten erfolgreichen Anstrengungen der Präsidenten. Daher nimmt der Kongress den Bericht 2;mr Kenntnis. II.—Beschlüsse betreffend Politik. A.—Zur Araberfrage. 1.—Der Zionistenköngress begrüsst mit freudiger Genugtuung, dass die im Völkerbund vereinigte Gemeinschaft der Völker in dem von ihm bestätigten Mandat über Palästina die unzerstörbare historische Verbundenheit des jüdischen Volkes mit Palästina und die Ansprüche des jüdischen Volkes auf seine nationale Heimstätte und ein freies Volksleben in diesem Lande seiner Vergangenheit und seiner grossen geistigen Schöpfungen anerkannt hat. In der grossen Krise der heutigen Welt, die das jüdische Volk schwer getroffen und seine ganze bisherige Diaspora-Existenz ins Wanken gebracht hat, ist die Lösung der Judenfrage eines der kategorischen Gebote der Gerechtigkeit und eine Vorbedingung der Konsolidierung der Welt im Zeichen des friedlichen Zusammenwirkens der Völker. Der Zionistenkongress sieht im Erwachen des Orients einen der wichtigsten Faktoren des Neuaufbaues der Welt. Das jüdische Volk, das sein nationales Heim wieder aufzubauen beginnt, ist entschlossen, sich mit allen seinen geistigen, moralischen und materiellen Kräften in diese heute noch im Werden begriffene, aber an Energien und Möglichkeiten reiche Welt einzugliedern und als Gleiches unter Gleichen mit den Völkern, die seine Schicksalsgenossen sind, und in enger Verbindung und unter Herstellung einer fruchtbaren Interessenharmonie zusammenzuarbeiten. 517