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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 512

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 512 (sequence 535)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5643-3481788
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bewegen wollen, so ist unsere einzige Waffe dafür die Waffe des Geistes. In dieser Beziehung sind wir uns ganz einig. Wir sind uns auch einig darin, dass wir in- Erez Israel ein nationales, ein hebräisch-nationales Judentum, verbunden mit der jüdischen Vergangenheit, den grossen Traditionen des Judentums, aufbauen wollen. (Beifall.) Wir sind uns alle einig in der Frage der H e r an/zieh u n g der nichtzionistischen Elemente und es waren nur Uebertreiübungen, die uns getrennt haben. Wir gehen von hier in die grosse zionistische Oeffentlichkeit mit der Losung einer Vereinigung der Juden, die hier viel besser und klarer verstanden worden ist, als dies in den Polemiken der Zeitungen und im Parteikampfe der verschiedenen Gruppen zutage trat. Hier haben wir uns ausgesprochen, und wenn auch in manchen Punkten eine schärfere Tonart in der Aussprache zu hören war, so ''bedeutet das nicht, dass wir nicht alle dasselbe wollen. Wir wollen das ganze Judentum für unser Ideal offen und ehrlich gewinnen und wollen es ganz jüdisch, brüderlich empfangen. Dies ist uns allen klar und deshalb sirid die einigenden Momente viel zahlreicher, viel wichtiger und viel tiefer als die kleinen, geringeren, die uns trennen. Auf beiden Seiten sind wir uns näher getreten, von rechts und von links, und wenn man einander näher tritt, dann ist es unvermeidlich, dass man an die Reibungsflächen gelangt. Es wäre traurig, wenn wir so auseinandergingen, dass es keine Konflikte mehr gäbe. Aber das Gute rechts und links, der Ernst, mit dem die Rechte die Traditionen verteidigt hat, der Ernst, mit dem die Linke die Interessen des arbeitenden jüdischen Volkes, des palästinensischen Pioniertums vertreten und verfochten hat, — es ist derselbe Ernst und dasselbe Interesse, und deshalb sage ich: Dies war kein schlechter Kongress. Die Zionistische Organisation, besorgt um ihre weitere Existenz, um die Integrität und die Reinheit ihrer Primzipien, hat hier einen Verteidig/ungskampf geführt, einen Kampf gegen eine, wie manche glauben, vermeintliche, wie andere annehmen, wirkliche Gefahr, die darin läge, dass man fremden Elementen Tür und Tor öffnet. Dass die Zionistische Organisation diesen Willen zur Weiterexistenz, zur Reinheit und zur Aufrechterhaltung ihrer Prinzipien so leidenschaftlich zum Ausdrucke gelbracht hat, das war ein Lebenszeichen, ein Zeichen der Stärke und des Ernstes der Zionistischen Organisation, und deshalb, denke ich, dürfen wir nach dieser schweren Arbeit mit Genugtuung auseinandergeJien> auseinandergehen — nach diesen Stunden, Tagen und Nächten schwerer Arbeit — unter dem Eindrucke derjenigen vereinigenden Momente, die uns manchmal blitzartig die Wirklichkeit, die wirkliche Einheit der Zionistischen Organisation und des?zionistischefl& Gedankens gezeigt haben. 512

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