Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 511 (sequence 534)
- Language
- German, English, Hebrew
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bisnun nicht geschehen ist, selbstverständlich den Delegierten zur Kenntnis gebracht werden wird. (Berichterstatter Stricker meldet sich zum Worte.) Berichterstatter Stricker: Es ist mir vorher bei Stellung des Antrages betreffend die Festsetzung des Sitzes der Exekutive ein Irrtum unterlaufen, den ich nun zu berichtigen bitte. Ich beantrage nun: Der Sitz der Exekutive ist London und Jerusalem. Präsident Sokolow: Ich bringe diesen Antrag zur Abstimmung. (Nach erfolgter Abstimmung:) Der Antrag ist angenommen. — Präsident Nahum Sokolow: Geehrter Kongress! Ich habe eine Erklärung abzugeben, die folgendertmassen lautet (liest): Immer noch werden von Gegnern, aber auch von aufrichtigen Freunden Klagen über öffentliche Verletzung des Religionsgesetzes in Erez Israel erhoben. Ich betone aufs bestimmteste, dass der diesbezügliche ßeschiluss des XII. Kongresses unbedingt erfüllt werden muss, um jedem ijüdischen Bruder, auch dem strengst religiösen, die Möglichkeit zu freier und freudiger Mitarbeit an unserem grossen Aufbauwerke sicherzustellen. (Lebhafte Zwischenrufe.) Ich übernehme diese Erklärung für meine Person. Herr Dr. Weizmann war bereit, diese Erklärung abzugebender war aber leider verhindert. Verehrter Kongress! Es war ein schwerer und langer, aber ich denke, kein schlechter Kongress. Seine Beschlüsse sind gut und ich denke, dass die Kämpfe, die hier geführt worden sind, mit Ernst und Gründlichkeit auf allen Seiten geführt wurden. Wer den Eindruck hat, dass wir uneinig sind und dass unsere geteilten Meinungen ein Zeichen unserer Schwäche seien, ist stark im Irrtum. Die Te-ilung der Meinungen beweist nicht, dass wir keine Einheit sind. Wir sind einig und den Gegnern gegenüber werden wir immer als geeinte Front auftreten. Es werden sich diejenigen bitter täuschen, die auf unsere inneren Meinungsverschiedenheiten spekulieren. Sie werden sich überzeugen, dass diese Meinungsverschiedenheiten nichts anderes bedeuten, als eine Entwicklung des Zionismus nach allen Seiten hin. Wohl gab es verschiedene Meinungen über manche Punkte, aber in den Grundfragen sind wir noch mehr verbunden und vereint als früher. Genau so wie früher ist es unser unerschütterlicher Wunsch und Wille, Erez Israel wirklich zu einem Ereiz Israel zu machen. Wir stehen England mit jenem Ernste, mit jener Achtung, mit jenem stolzen Selbstbewusstsein und mit jener Würde gegenüber, die einem Volke geziemt. Hier hat es auf keiner Seite, weder rechts noch links an dem Respekt gefehlt, den wir dem englischen Staate und allen anderen Staaten, die die Balfour-Deklaration unterschrieben haben, schuldig sind. Wrenn wir durch die Kraft unserer Ueberzeugung, durch Aufklärung und Argumente die Mandatarregierung zu einem tieferen Verständnis unserer Bedürfnisse 511