Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 513 (sequence 536)
- Language
- German, English, Hebrew
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Und nun, verehrter Kongress, gestatten Sie mir, der R egierung der Tschechoslowakischen Republik unseren Dank auszusprechen für das Entgegenkommen und die Freundlichkeit, die sie uns erwiesen hat, und für die Glückwünsche, die sie uns in der Person ihres hochverehrten Präsidenten und seiner Minister, des Ausseniministers Dr. Benes und der anderen Mitglieder übersendet hat. Es ist dies eine Freundschaft, die wir hoch schätzen, weil sie sich nicht nur auf diesen Moment der Abhaltung unseres Kongresses beschränkte, sondern weil uns dies sehr teure Freunde sind, die uns schon manchen dankenswerten Dienst in früherer Zeit, in der Zeit unserer grundlegenden politischen Arbeit geleistet haben. (Lebhafter Beifall.) Wir danken der Behörde der Stadt Karlsbad, die uns hier beglückwünscht hat, und danken der Bevölkerung, die uns mit entgegenkommender Gastfreundlichkeit behandelt hat. (Allgemeiner Beifall.) Wir danken dem Jüdischen Nationalrat in Prag herzlich, dieser unserer Schwestergesellschaft, dieser Verkörperung des nationalen Gedankens in der Diaspora, die sich alle Mühe gegeben hat, um uns den Kongress hier so 'bequem und gut wie möglich zu machen. Wir danken dem Zionistischen Landesverbände und der Zionistischen Ortsgruppe in Karlsbad. Wir danken dem Kongressbureau, das mit vereinten Kräften und gestützt auf unsere Jugend, auf diese Vorfrucht unseres Chaluztums, auf unsere lieben Kinder, die Ordner (lebhafter Beifall), hier eine schwere, aber dankbare Arbeit geleistet hat. Wir anerkennen den Fortschritt," den wir gegenüber früheren Kongressen wahrgenommen haben. Die Einrichtungen, die Veranstaltungen, die ganzen Arbeitsmethoden des jetzigen Kongresses waren viel besser als die der früheren, womit ich die Verdienste der früheren Bureaus nicht unterschätzen will, denn sie waren die Pioniere und halben Vorarbeit geleistet, die das Gelingen und den Erfolg des jetzigen Bureaus ermöglicht hat. Wir danken auch der Presse, die mit grosser Aufmerksamkeit unseren Debatten folgte und die Oeffentlichkeit sehr genau über uns informierte. Wir danken Ihnen allen, verehrter Kongress, und wir wünschen Ihnen: Leschanah habaah fe i'J e r u s c h a 1 a j i mt (Langandauernder, stürmischer Beifall.) Mitglied des Actions-Comites Rabb. Meyer Berlin (hebräisch): Geehrter Kongress! Den Grossen, und besonders einem Grossen, der im Namen einer solchen Versammlung spricht, wird nichts verweigert. Ich will darauf hinweisen, dass jeder Mensch Hoffnungen hegt, die in guten und grossen Taten wurzeln, aber gleichzeitig aus den Tiefen des Herzens kommen. Nicht am Vorabende von Pessach und nicht am Vorabende von Jomkippur sagt man „Leschanah habaah bi'Jeruschalajim", sondern nach dem Feste ertönt dieser Ruf. Denn wer weiss, bevor man ans Werk geht, 33 513