Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 497 (sequence 520)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/3476254-3476280--5628-3481773- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
dass die Massnahme nur dann ©inen Sinn hat, wenn wir festsetzen, dass, wenn der Schekel nicht aufgebracht wird, das Wahlrecht des betreffenden Verbandes geschmälert wind. Delegierter B. Locker (Poale Zion, Polen, jüdisch): Es «handelt sich hier um eine Sache, die sich der Kongress recht gut überlegen muss- Wir sind bereit, ein objektives Mass für die Bewertung der Schekalim anzunehmen, und ich schlage vor, man solle die Bestimmung des Scheke'lpreises der Exekutive oder dem A. C. übergeben, wobei als Direktive ein Objektswert, d. h. der Preis eines bestimmten Bedarfsartikels oder der Preis von ein oder zwei Arbeitsstunden zugrunde gelegt werden soll'. Wenn der Zionist in Amerika bereit ist, den Wert einer Arbeitsstunde oder eines Brotlaibes zu bezahlen, so ist auch der polnische Zionist dazu bereit. (Beifall.) Die Grundlagen der Kongressorganisation sind sehr demokratisch und ich appelliere an Sie, nicht einen Besohluss anzunehmen, der diesen demokratischen Charakter ändert. Wir wollen nicht, dass die Exekutive ihr Budget nicht gedeckt hat. Aber ich versichere, dass, wenn den Arbeitergruppierungen auf 1000 Schekalim 7,5 oder 10 'Pfund als Goldene Schekalim auferlegt werden, sie diese nicht zu zahlen in der Lage sein werden. Ich schlage vor, dass der Kongress prinzipiell beschliessen soll, dass jeder Zionist den Goldenen Schekel in der Höhe von einem oder einem halben Pfund zahlen soll und dass die Exekutive im Einvernehmen mit dem A. C. bestimmen soll, wieviel jedes Land und jeder Sonderverband aufbringen soll. Aber daran das Wahlrecht und die Zahl der Mandate zu binden, ist unmöglich. Darum empfehle ich Ihnen, den vorgelegten Antrag nicht anzunehmen. Wir verstehen, dass es •ein schweres Ringen um das Budget sein wird, aber auf diesem Wege wird es nicht hereingebracht werden, sondern es werden die Zionisten hinausgetrieben werden, und wir werden einen Kongress bekommen, der nicht die faktischen Verhältnisse widerspiegelt. Vizepräsident Motzkin: Gestatten Sie mir ein Wort. Ich habe niemals in die Debatte eingegriffen, möchte aber bei diesem Punkte auch meine Meinung sagen. Ich freue mich über den ersten Vorschlag, der hier von Herrn Locker gemacht wurde. Ich beanspruche nicht die Priorität, aber ich habe oft denselben Gedanken geäussert, dass es mir unmöglich erscheint, einen Schekel genau in Geld festzusetzen, sondern wir können nur den Auftrag erteilen, die Sehekelpreise nach einem bestimmten Prinzip, dem Prinzip der Gleichheit, zu bestimmen'. Wenn z. B. ein Mittagessen in dem einen Lande soviel, in dem andern soviel kostet, so soll der Schekel danach eingerichtet werden. Das ist das einzige, was befriedigen könnte. Man wird das Gefühl haben, dass es dasselbe Opfer, derselbe Preis ist. Ich glaube daher, dass man den Antrag Locker akzeptieren und es der Exekutive überlassen könnte, nach diesem Prinzip zu verfahren, nach einer bestimmten allgemeinen Ware oder nach der Arbeitszeit. Ich glaube, dass das erstere das Richtigere sein wird. Wenn Sie etwas anderes annehmen, so werden Sie stets auf Schwierigkeiten stossen. Der Antrag des Herrn Locker ist jedenfalls der allgemeinste und über ihn muss man zuerst abstimmen. Sie haben den Antrag Locker gehört. Man kann ihn ungefähr so formulieren: Der Preis des Schekels ist von der Exekutive einheitlich nach dem Preis einer allgemeinen Ware oder einer Arbeitsstunde festzusetzen. Er ist allgemein gehalten, die Details sollen der Exekutive überlassen werden. Ich bitte abzustimmen. (Nach erfolgter Abstimmung:) Der Antrag Locker ist angenommen. Damit sind die anderen Anträge, die sich auf den Preis des Schekels beziehen, und zwar die Anträge 1 und 2 der Organisations-iKommission und Antrag 1 der Budget-Kommission erledigt. 32 497