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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 496

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 496 (sequence 519)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5627-3481772
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In einem Jahr wird es vielleicht möglich sein, heute aber nicht. Ich glaube,, dass es ungerecht ist, wenn ein englischer Jude nur 'viermal so viel an Schekel zahlt als ein polnischer Jude. Der Kaufwert unseres Geldes ist mehr als viermal kleiner und es liegt kein Grund vor, uns schlimmer zu behandeln. Wenn drei Pence festgesetzt werden, so ist dies das Maximum dessen, was wir 'leisten können. Mitglied des A. C* Dr. A. Katznelson (jüdisch): Man kann diese Frage nicht dogmatisch betrachten. Es handelt sich nicht darum, die Differenz zwischen den Preisen in Polen und Amerika festzusetzen. Man muss 'mit dem realen Werte des Geldes rechnen. Wenn ich drei Pence aufwende auf den Brotkauf, so weiss ich nicht, ob diese drei Pence nicht mehr wert sind als in England ein Schilling. Man kann auch in Erez Israel nicht einen Schilling verlangen, wenn dort der normale Taglohn oft nicht mehr ausmacht als zwei Schilling und die Arbeitslosen glücklich sind, wenn sie auch nur drei Tage in der Woche Arbeit haben. Sollen sie kein Recht haben, zum Kongress zu wählen? Sind sie keine guten Zionisten? Sie haben den Vorschlag abgelehnt, gemeinsame Wahlen zu machen, und jetzt legen Sie einen solchen Schekelzins vor. Wenn noch freie Wahlen gewesen wären, so hätte man mit einer solchen Forderung kommen können. Da der Kongress das aber abgelehnt hat, so kann er jetzt nicht einen doppelten Zins verlangen. Deshalb beantrage ich, die Preise der Organisations-Kommission zu bestätigen, in Palästina jedoch einen halben Schilling zu bestimmen. Was Antrag 7 betrifft, so bitte ich, ihn zu streichen. Delegierter Rechtsanwalt Hirsch (Deutschland, deutsch): Ich möchte Sie noch einmal bitten, in dieser Frage den Standpunkt der Budget-Kommission anzunehmen. Ich will auf folgendes hinweisen: Sie haben gestern gehört, dass die Budget-Kommission das Budget der Londoner Exekutive bereits auf 20-000 Pfund herabgesetzt hat. Ob es möglich sein wird, «mit diesem Betrag überhaupt eine gedeihliche Führung der Geschäfte vorzunehmen, ist zweifelhaft. Aber es wird Ihnen klar sein, dass wenigstens ein minimales Budget der Londoner Exekutive gesichert werden muss, und diese 20.000 Pfund müssen aufgebracht werden. Es haben sich daher die.Budget- und die Organisations-Kommission bemüht, Einnahmsquellen für die Londoner Exekutive zu finden, und trotz vielfacher Ueberlegung ist man zu keinem anderen Ergebnisse gekommen als dem, dass das Budget aus dem gewöhnlichen und aus dem Goldenen Schekel gedeckt werden muss. Nun wird (behauptet, dass der Schekel von 6 Pence zu hoch sei und in Ländern mit schwacher Valuta (wie Polen, Deutschland und Oesterreich) nicht aufgebracht werden könne. Ich glaube, dass diese 6 Pence, die einem Friedenswert von 50 Goldpfennigen entsprechen, aufgebracht werden können. Es ist bekannt, dass mit dem grösseren Verfall der Währung sich die Verhältnisse den .Weltmarktpreisen annähern. Wir in Deutschland und Oesterreich sind so weit, dass sich die Löhne dem Weltmarkte annähern und die Einnahmen, auch die des Arbeiters, immer mehr mit der Valuta mitgehen. Infolgedessen glaube ich, dass dieser geringe Betrag auch in Ländern mit schlechter Valuta aufgebracht werden kann, und ich glaube, dass, wenn wir dazu kommen, den gewöhnlichen Schekel in Ländern mit ganz entwerteter Valuta auf 6 Pence hinaufzusetzen, die Amerikaner — ich appelliere da an Herrn Lipsky — bereit sein werden, einen höheren Schekel zu bezahlen, weshalb ich Sie bitte, die 6 Pence für den Minimalsch ekel anzunehmen. Ich bin überzeugt, dass dann die Zionisten der Länder mit besserer Valuta einen höheren Schekel bezahlen werden. Selbstverständlich ist es unangenehm, wenn wir darüber Beschlüsse fassen sollen, aber ich appelliere an Ihre Loyalität. Was den Goldenen Schekel betrifft, so glaube ich, dass es möglich ist, ihn aufzubringen, und ich bin überzeugt. 496

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