Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 493 (sequence 516)
- Language
- German, English, Hebrew
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Minderheitsantrag zu J. 5. Der Berechnung der Zahl der Kongressdelegierten ist die Durchschnittsziffer der Schekeleingänge des Kongressjahres und des ihm vorangegangenen kongresslosen Jahres zugrunde zu legen. Ich mache Sie nun auf folgendes aufmerksam. Was Amerika anlangt, so war die Kommission der Ansicht, dass in Amerika und den aussereuropäischen Ländern der Schekel überhaupt mit 50 Cents festgesetzt werden soll. Eine wirkliche Abstimmung hierüber hat nicht stattgefunden, nachdem die amerikanischen Delegierten erklärt haben, dass, wenn der Schekel für Osteuropa so niedrig bemessen wird, sie darauf bestehen, dass er für die ganze Welt gleichmässig festgesetzt werde und dass alle Zahlungen, die darüber hinaus erfolgen, freiwillige Zahlungen sind. Ich glaulbe deshalb, dass sich die Aufmerksamkeit des Plenums auf .die Frage erstrecken sollte, ob es nicht möglich wäre, den Mindestsatz des Schekels von 3 Pence auf eine höhere Summe zu erhöhen; und obwohl ich Berichterstatter der Kommission bin, gestatte ich mir dies zu sagen, weil ich heute den Eindruck gewonnen habe, dass eine ganze Reihe von Delegierten bereit ist, für einen höheren Mindestschekel zu stimmen, und wenn das erreicht wird, so werden auch unsere Gesinnungsgenossen in Amerika bereit sein, mit sich über die Höhe ihres Schekels sprechen zu lassen. Wenn in der Kommission ein Streit war, ob der Schekel zur Deckung des Budgets oder zur Registrierung dienen soll, so spielt diese Frage, glaube ich, keine Rolle. Auch wenn wir den Schekel nur zu Registrierungszwecken einheiben wollen, muss die Registrierungsgebülhr so hoch sein, dass der Betreffende das Gefühl hat, dass er sich als Mitglied der Zionistischen Organisation deklariert. Es sind dann weitere Vorschläge zur Deckung des Budgets dahin gemacht worden, dass jeder Verband verpflichtet sein soll, auf 1000 Schekeleinzahler 10 Goldene Schekel zu verkaufen, und zwar in Ländern mit schlechter Valuta zu 10 Schilling, in anderen Ländern zu einem Pfund. Vizepräsident Motzkin: Zu diesem Punkte liegen auch Anträge der Budget- Kommission vor, die wie folgt lauten: Resolutionen der Budget-Kommission betreiiend die Deckung des Organisations-Budgets: 1. Die Budgetkommission ist der Ansicht, dass der Preis des Schekels wie folgt festgesetzt werden soll: a) Für Länder mit normaler Valuta 2 Schilling. b) Für Länder mit teilweise entwerteter Valuta 1 Schilling. c) Für Länder mit stark entwerteter Valuta 6 Pence. 2. Nach Ansicht der Budgetkommission ist es für die regelmässige Deckung der Ausgaben der Zionistischen Organisation unabweislieh, dass der Schekel auch in kongresslosen Jahren gesammelt und abgeführt wird* Aus diesem Grunde empfiehlt die B. K.t das Statut dahin abzuändern, dass bei der Berechnung der Zahl der Kongressdelegierten die Schekalim sowohl des Kongressjahres wie die des ihm vorausgegangenen Jahres in Betracht gezogen werden. 3. Zur Ergänzung der Einnahmen der Zionistischen Organisation ist es notwendig, den Goldenen Schekel auszubauen. Es wird daher folgendes beantragt: a) Jeder Zionist, der jährlich den Goldenen Schekel entrichtet, erhält die vollen Rechte eines Schekelzahlers. b) Der Mindestpreis des Goldenen Schekels beträgt 1 Pfund. In Ländern mit stark entwerteter Valuta 10 Schilling. c) Jeder Landesverband und jede Sondergruppe eines Landesverbandes ist verpflichtet, auf je 1000 Schekel mindestens 493