Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 490 (sequence 513)
- Language
- German, English, Hebrew
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Majorität grosse Gruppen, die auf einein .anderen Standpunkte stehen, zu etwas zu zwingen, was sie für verderblich halten. Berichterstatter Dr. Hantke: Meine Pf Höht als Berichterstatter bestand n<ur darin, den Standpunkt der Mehrheit der Kommission darzustellen. Die Mehrheit glaubt, dass wir auf diese Weise zu einer regulären Wahl kommen werden, und deswegen ist die Kümmission der Ansicht, dass wir zur Theorie der gemeinsamen Wahlen zurückkommen sollen. Delegierter Dr. Hellmann (Hitachduth-Ostgalizien, jüdisch): Es ist das keine Parteifrage. Die Sache hat weder mit rechts noch mit links etwas izu tun- Wenn man eine neue Sache macht, so muss man sich fragen, ob sich der gegenwärtige Zustand bewährt hat oder nicht. Wie ist es heute? Man kauft Schekel von einer oder der anderen Richtung und wird dadurch gezwungen, für einen Kandidaten dieser Richtung zu stimmen. Die Angst vor dem Wahlkampfe ist mir unverständlich. Wenn wir einander mit Ideen entgegentreten, so braucht man niefit immer mit Negativem zu kommen. Man bringt Ideen. Wessen Ideen, die richtigeren sind, der wird siegen. Der Betreffende, der bei der Hitachduth Sohekel gekauft hat, wind sich vielleicht in einer Versammlung vom Misrac'hi überzeugen lassen und für dessen Kandidaten stimmen. Man soll kommen und urteilen. Der gemeinsame Seh ekel bringt Kampf, Leiben, Ideen, Ideen-. zusammenstoss, während der föderative Scihekel bewirkt hat, dass die ganzen Wahlen sich am grünen Tisch vollziehen. Ich bitte daher besonders den Misrachi, das zu berücksichtigen und sich für den einheitlichen Schekel und gemeinsame Wiahlen auszusprechen. Delegierter Dr. Krämer: Ich. b e a n t r a g e U e b e r >g a n g zur Tagesoridnun g über den Antrag 3. der Kommission. Vizepräsident Motzkin: Ich lasse darüber abstimmen. (Nach der Albstimmung:) Der Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung ist angenommen. (Lebhafte Rufe: Zählen!) Da die Abstimmung bezweifelt wird, bitte ich. nochmals abzustimmen. '(Nach neuerlicher Abstimmung:) Der Vorschlag auf Ucberganig zur Tagesordnung über den Antrag G. 3. der Kommission (s. o. S. 489) ist mit 119 gegen 75 Stimmen angenommen. (Lebhafte Unruhe.) Delegierter Alired Berger: Wir beantragen, dass nunmehr, da die Abmachung in der Kommission durchbrochen worden ist (Widerspruch), der gesamte Antrag an die Kommission izurückverwiesen wird. Falls Sie diesen Antrag ablehnen, werde ich beantragen und werde dafür die nötige Unterstützung aufbringen, dass bei jedem folgenden Paragraphen namentlich abgestimmt wird. (Zwischenrufe. — Lärm.) Vizepräsident Motzkin: Meine Herren, es handelt sich nicht um das Schicksal Palästinas, dass Sie in solche Aufregung geraten! Ueber den Antrag des Herrn Berger kann ich nicht abstimmen lassen.. Was die namentliche Abstimmung anbelangt, so soll er mir für jeden Paragraphen 75 Unterschriften ■bringen. Der Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung ist bereits angenommen. (Lebhafte Unruhe.) Delegierter Dr. Hellmann: Ich stelle folgenden Antrag: Der Verkauf der Schekel erfolgt föderativ, die Wahlen werden jedoch gemeinsam vorgenommen. 490