Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 479 (sequence 502)
- Language
- German, English, Hebrew
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Delegierter David Abishar (hebräisch): Nach dem Vorschlage der Organisations-Kommission würden die Vertreter 'Palästinas im Actions-Comite keinen Platz haben, da die Zahl der Kongressdelegierten aus Palästina zu einer Vertretung nicht ausreicht. iDa aber -die Stimme Palästinas immer gehört werden soll, beantrage ich, das Actions-Comite um fünf Mitglieder zu vergrössern, die vom Waad Leumi in Palästina gewählt werden sollen. Delegierter Dr. S. Daiches (England, englisch): Ich beantrage, dass die englischen Zionisten, das heisst die English Zionist Federation zusammen mit dem Order of Ancient Maccabeans das Recht haben sollen, zwei Mitglieder in das A. C. zu entsenden. In den letzten zwei Jahren hat das A. C. keine Mitglieder aus England gehabt und in der letzten Stunde des Kongresses vor zwei Jahren habe ich vergeblich 'protestiert, dass die Zion.isten des Mandatarlandes keinen einzigen Vertreter im A. C. haben. Ich beantrage daher, zu bescbliessen, dass die englischen Zionisten zwei Mitglieder im A. C. haben. Delegierter Dr. M. Krämer (Bukowina, deutsch): Es! wird hier der Kongress künstlich in drei Teile geteilt: die Rechte, die Linke und diejenigen, die gar keine besondere Richtung haben. Ich halte das für eine Unmöglichkeit. loh richte mein Wort an die Landsmannschaften. Ich halte es für ausgeschlossen, dass man es einem Handel der Führer der einzelnen Landsmannschaften überlässt, wie die Stellen besetzt werden sollen. Es bäben alle Länder ein Interesse an der Arbeit. Wir werden uns nicht hineinzwängen lassen in ein sogenanntes Zentrum, das ein Zufall auf dem Kongresse zusammengefügt hat. Ich .beantrage, dass es heissen soll: „unter proportioneller Berücksichtigung der Landsmannschaften, Sonderverbandsdelegationen und Fraktionen . . Delegierter B. Arditti (Bulgarien, deutsch): Die Vorschläge, die 'man bier gemacht bat, sind nicht prinzipieller Natur und gehören nicht in das Statut, sondern sind Richtlinien für den Permanenzaussohuss, der sie bei den Wahl vor schlagen berücksichtigen kann. Delegierter Dr. Schwarzbart (Westgalizien, deutsch): Ich beantrage Uebergang zur Tagesordnung 'über den Antrag A. 5. der Kommassion. Eine kurze Begründung: Der Vorschlag kann zu vielen Komplikationen führen. Der, Antrag Krämer beweist zum Beispiel, dass manche Verbände Personen haben, die im A. C. kraft ihrer Erfahrung sitzen und doch nicht hineinkommen könnten, falls der Verband, dem sie angehören, nicht 'gross genug ist. Der heutige Zustand, wo sich der Permanenzausschuss darüber 'einigt, wer in das A. C. hineinkommen soll, und zwar im Wege eines Kompromisses, ist der richtigste. Ich beantrage daher U e ib e r g a n g zur Tagesordnung: Belegierter B. Arditti: Ich (beantrage, alle diese Anträge dem Permanenzausschusse zu überweisen. Vizepräsident Motzkin: Der Permanenzausschuss pflegt ja auch sonst den Wahlmodus vorzuschlagen. Hier ist ein Antrag über den Wahlmodus vorhanden und dazu liegt ein Antrag auf 'Uebergang zur Tagesordnung vor. Wir stimmen darüber ab. (Nach erfolgter Abstimmung:) Der Vorschlag auf Uebergang zur Tagesordnung über den Antrag A. 5. (S. 470) ist abgelehnt. Das Wort hat der Vorsitzende des Resolutionsausschusses. N 479