Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 478 (sequence 501)
- Language
- German, English, Hebrew
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Anspruch auf Achtung in irgendeiner anderen Eigenschaft haben. Dieser Antrag ist dazu geeignet, einen der grundlegenden Fehler dieses Kongresses zu verewigen. Ich glaube, dass der Kongress die amerikanische Zionistische Organisation nicht mit dem genügenden Mass von Sympathie berücksichtigte, als man uns das Recht auf nur elf Delegierte gab, und darum möchte ich sagen — und ich glaube, es ist in Ordnung, dass es gesagt wird, — dass dieser Antrag, den Irrtum, den der Kongress begangen hat, als er uns elf Delegierte zuerkannte, noch verschlimmert. Daher schlage ich vor, dass man der Zionistischen Organisation von Amerika noch drei weitere Vertreter im Actions-Comite zugestehe. Vizepräsident Motzkin (unterbrechend): Sie scheinen den Antrag nicht zu verstehen; das« berührt Amerika absolut nicht. Es kann sein, dass 15 Leute aus Amerika gewählt werden. Ich bedauere, dass Sie so heftig dagegen sprechen, und nehme an, dass Sie den Antrag nicht richtig verstehen. Mitglied des A. C. L. Lipsky: Ich verstehe ihn sehr gut. Nach dem Antrage sollen drei Teile geschaffen werden: die Fraktionen, die Sonderverbände von rechts und links und zwischen ihnen die Landsmannschaften. Wenn Sie den Landsmannschaften 10 bis 15 Mitglieder geben, müssen wir uns rrjit ihnen teilen und wir werden dann vielleicht weniger bekommen als im^Aussohuss. Es sind verschiedene Meinungen unter den Landsmannschaften und sie können mit der Zahl der ihnen zugewiesenen Mandate kein Auslangen finden. Delegierter Dr. Hellmann (jüdisch): Es werden sich sicherlich dabei manche Misstände herausbilden •und es werden sicherlich nicht immer in das A. C. alle diejenigen gewählt werden, die eine 'besondere Richtung vertreten; wenn sie an Zahl zu klein sind. Ausserdem ist es richtig, dass Amerika auf dem Kongresse zu schwach vertreten ist. Aber man wird niemals einen ordentlichen. Schlüssel für die Zusammensetzung des A. €. finden, wenn man diesen Antrag nicht annimmt. Es muss ein Prinzip 'gelben, nach welchem sich das A. C. zusammensetzt. Der (Kongress, der in seiner jetzigen Zusammensetzung die wichtigsten Beschlüsse gefasst hat, muss ein solches A. C. .zur Ausführung dieser Beschlüsse schaffen, das ein Bild des Kongresses gibt, damit die Beschlüsse in demselben Geiste ausgeführt werden, wie sie gefasst wurden. Man soll das A. C. nach dem Bilde zusammensetzen, das der Kongress (bietet. Man kann ja in Einzelfällen entgegenkommen. Mitglied des A. C. Meyer Berlin (jüdisch): Geehrter Kongress! Herr Dr. He 11.mann hat recht; es muss ein Schlüssel gefunden werden, der konstant ist. Auf der anderen Seite hat auch Herr Lipsky recht. War leben unter ungewöhnlichen-Bedingungen und müssen der amerikanischen Landesorganisation — zu der ich übrigens nicht1 gehöre — Rechnung tragen, damit sie einen ihr gebührenden Einfluss auf die Zionistische Weltorganisation hat, auch in -der Zeit zwischen zwei Kongressen. Ich glaube daher, dass die Forderung des Herrn Lipsky befriedigt werden muss. Mein Amendement geht dahin, dass wir, damit wir die Rechte der anderen nicht kürzen, d i e Z a h 1 der M i t g 1 i e d e r auf 38 erhöhen, von d*enen drei speziell für die amerikanische Landesorganisation bestimmt .sein sollen. Delegierter Morris Myer (jüdisch): Mein Vorschlag ist, dass die 35 Mitglieder des A. C. vom Kongress ohne Rücksicht aaif Land e s v e r ib ä nd e, Sonder verbände oder Fraktionen gewählt werden. (Vors. Motzkin: Wer soll die Mitglieder vorschlagen?) Wie es der Permanenzausschuss für notwendig findet. 478