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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 474

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 474 (sequence 497)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Agency, sondern auch Aufsicht und Kontrolle über die Beschlüsse dieses Kongresses zu geben. Die Beschlüsse dieses Kongresses sollen von einer Körperschaft annulliert und abgeändert werden können, die hier gewählt wird. Und was hat dieser Kongress gezeigt? Dieser Kongress selbst hat gezeigt, dass er nicht so zusammengesetzt ist, dass er die wirkliche Stärke der Zionistischen Organisation widerspiegelt. Und nun soll die ganze Vollmacht der Zionistischen Organisation einer Körperschaft übertragen werden, die hier gewählt wird und die eine absolute Kontrolle über die Exekutive haben wird. Ich glaube, es wäre das Richtigste, wenn der Präsident dieses Kongresses, angesichts der Tatsache, dass die Delegierten nicht rechtzeitig verständigt wurden und angesichts der inneren Widersprüche, die in dieser Resolution enthalten sind, sie an die Kommission zurückleiten würde. Diese Resolution, die dem Actions-Comite solche Vollmachten gibt, wurde entworfen, weil man die Absicht hatte, die Jahreskonferenz abzuschaffen. Obwohl es aiber nicht gelang, die Jahreskonferenz ganz abzuschaffen, überträgt doch dieser Antrag dem Actions-Comite Funktionen, die tatsächlich der Jahreskonferenz gebühren. Angesichts dieser Tatsachen, Herr Präsident, beantrage ich, den ganzen Antrag von Anfang bis Ende an die Organisations-Kommission z u r ü c k z u v e r w e i s e n. Vizepräsident Motzkin: Herr Lipsky hat den Vorschlag gemacht, dass wir den ganzen Antrag betreffend das A. C. an die Organisations-Kommission zurückverweisen'. Das geht schon deshalb nicht, weil noch eine zweite Lesung stattfinden muss. Berichterstatter Dr. Hantke: Geehrter Kongress! Ich glaube, dass die Beschlüsse einer Organisations-Kommission doch eine gewisse Beachtung verdienen. Diejenigen Mitglieder des Kongresses, welche über die Beschlüsse so ausserordentlich erstaunt sind, sind über unser Statut nicht ganz orientiert. Das Recht, die Exekutive abzuberufen, hat die Jahreskonfereniz schon heute. Die jahreskonferenz besteht aus den Mitgliedern des A. C. und ungefähr ebensoviel Vertretern der Landes- und Sonderverbände. Diese Vertreter der Landes- und Sonderverbände sind auch nicht vom Volke gewählt, sondern werden von den Zentralkomitees der Verbände, das heisst teilweise wieder von den A. C.-Mitgliedern, gewöhnlich von denselben Personen, ernannt. Was bedeutet denn der Vorschlag, der hier gemacht worden ist? Das A. C, das zweimal im Jahre zusammentritt (während der Zentralrat nur einmal zusammentritt) und das aus einer verhältnismässig grossen Anzahl von Mitgliedern besteht, ist doch der permanente Ausschuss des Kongresses. Es ist nun einmal eine Lücke in unserem Parlamentarismus, dass unser Parlament nur alle zwei Jahre auf knappe zwei Wochen zusammentritt. Wir schaffen nun in diesem A. C. einen Dauerausschuss des Kongresses und da hat doch der Kongress wirklich Anlass, zu seinem eigenen Ausschüsse, der ihn repräsentiert, Vertrauen zu haben. Ein Beispiel dafür hat sich bei der B'udgetf'rage ergeben. Man muss hier öfters Kongressbeschlüsse abändern, und da haben Sie dieses' Recht dem A. C. eingeräumt. So steht es im Statut. Nun, das Budget scheint mir eines der allerwichtigsten Dinge zu sein. Da haben Sie keine Bedenken gehabt, weil Ihnen nichts anderes übrig blieb. Wir haben schon einen Fall erleht, dass das A. C. giar nicht in der Lage war, einen der grössten Misstände in der Bewegung abzusohaffen, sondern nur darüber zu debattieren, und wenn nicht das betreffende Mitglied der Exekutive schliesslich selbst gegangen wäre, wäre es über ein Jahr gegen den Willen der Bewegung Mitglied der Exekutive geblieben. (Ruf: Kein Malheur!) Sie wenden sich dagegen, dass das A. C. Mitglieder der Exe- 474

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