Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 458 (sequence 481)
- Language
- German, English, Hebrew
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suchen werden. (Widerspruch.) Das Actions-Comite hat immer das Recht, vorhandene Fragen zu studieren. (Lebhafte, anhaltende Unruhe.) Damit sind die Vorschläge der Budgetkommission, soweit sie Palästina betreffen, erledigt. Es kommt nun das Londoner Budget zur Verhandlung. Berichterstatter Delegierter I. Feuerring (Deutschland, spricht deutsch): Ich habe nunmehr das Budget der Londoner Exekutive vorzulegen. Bei der Beratung dieses Budgets befand sich die Kommission in einer sehr unangenehmen Lage. Es wurde uns ein Budgetvoranschlag von ungefähr 30.000 Pfund vorgelegt. Eine Deckung dieser Ausgaben wurde aber nicht in vollem Masse vorgesehen, beziehungsweise die Budgetkommission konnte nicht zur Ueberzeugung kommen, dass die Massnahmen, die zur Deckung der Ausgaben vorgesehen sind, aus^ reichen, um den ganzen Betrag wirklich hereinzubringen. Die Budgetkommission hat deshalb beschlossen, Ihnen weder ein detailliertes Einnahmenbudget noch ein detailliertes Ausgabenbudget vorzulegen, sondern Ihnen zu empfehlen, das Londoner Budget mit 20.000 Pfund Einnahmen und Ausgaben vorzuschlagen. Dagegen hat sich die Budgetkommission erlaubt, gewisse Richtlinien für die Beschaffung der Einnahmen aufzustellen. Sie bittet jedoch, über diese Vorschläge, die Ihnen bekanntgegeben werden, noch: nicht jetzt abzustimmen, sondern darüber die Abstimmung erst vorzunehmen, wenn dieser Gegenstand, der auch in der Organisationskomrnission verhandelt worden ist, hier zur Sprache kommt. Delegierter Dr. Daiches: Ich beantrage, dass diese Sache an die Kommission zurückverwiesen wird. Wir können uns hier nicht mit vagen Sachen befassen. Vizepräsident Motzkin: Dieser Antrag löst die Frage nicht, denn die Kommission wird zusammentreten und Ihnen nach fünf Minuten denselben Antrag vorlegen. Sie wollen sagen, dass diese Mitteilungen Ihnen nicht gen.ügen,( um darüber abzustimmen. Haben Sie sich, Herr Referent, ein Bild davon gemacht, warum Sie gerade 20.000 Pfund vorschlagen? Berichterstatter Delegierter Emanuel Neumann (Amerika, jüdisch): Die Ausgaben des Londoner Bureaus einschliesslich der Gehälter der Exekutive betrugen ungefähr 30.000 Pfund. Die Einnahmen, die man erwarten kann, sind: 11.000 Pfund gewöhnliche Schekel, 4000 Pfund goldener Schekel und 5000 Pfund von anderer Seite, zusammen also 20.000 Pfund. Es sind also eigentlich 10.000 Pfund ungedeckt. Wenn die Einnahmen nicht höher sind als 20.000 Pfund, dann können auch die Ausgaben nicht höher sein. Die Kommission ist andererseits zur Ansicht gekommen, dass es nicht notwendig ist, dass in London ausserhalb des Keren Hajessod ein solches Bureau besteht, das auch besondere Kosten hat. Es ist nicht nötig, dass das Bureau der Zionistischen Organisation allein 30.000 Pfund ausgibt. Wir haben ja auch in Palästina reduziert, wir haben für Palästina bloss 12.000 Pfund eingestellt, wo doch 400.000 Pfund zu verwalten sind. Daher muss man in London mit 20.000 Pfund auskommen. Auf die Einzelheiten konnten wir nicht eingehen, sondern überlassen dies der Exekutive. Delegierter Dr. Daiches: Geehrter Kongress! Ich beantrage, dass wir jetzt über diesen Punkt nicht abstimmen, sondern ihn aufschieben, bis wir eine genaue Information haben, um uns ein Urteil über die Sache zu bilden. 453