Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 457 (sequence 480)
- Language
- German, English, Hebrew
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für die en bloc-Annahme des zweiten Teiles einschliesslich der „B emerkung" ist, bitte ich, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Gegenprobe! (Nach einer Pause:) Angenommen. Damit ist der Budgetvoranschlag erledigt. Jetzt kommen wir zu den Resolutionen des Budgetausschusses. Resolution Nr. 1 lautet (liest): 1. Der Kongress fordert, dass die palästinensische Regierung zu den Kosten des hebräischen Schulwesens in Palästina den dem jüdischen Jischuw gebührenden Anteil beiträgt. Wir stimmen darüber ab. (Nach der Abstimmung:) Angenommen. Die Resolution Nr. 2 ist durch die frühere Erklärung des Präsidiums im Einvernehmen mit der Resolutionskommission erledigt (vergl. o. S. 455). Die Resolution Nr. 3 lautet: 3. Der Kongress erwartet, dass der Waad Leumi die nötigen Massnahmen ergreifen wird, um den Jischuw in stärkerem Masse als bisher zur Deckung des Schulbudgets zu verpflichten. Der Kongress ersucht die Exekutive, die geeigneten Schritte zur Durchführung dieser Beschlüsse zu unternehmen und insbesondere mit dem Waad Leumi wegen Uebernahme der Schulen baldigst zu verhandeln. Der zweite Satz dieser Resolution fällt weg, da er sowohl zur Resolution Nr. 2 wie zu Nr. 3 gehört und mit dem Wegfall der Resolution Nr. 2 seine Bedeutung verlor. Wir stimmen nun über den ersten Absatz der Resolution Nr. 3 ab. (Nach der Abstimmung:) Angenommen. 1 Resolution Nr. 4 gelangt zur Abstimmung in folgender Fassung: 4. Von den für die Universität bewilligten 5000 Pfund sind 3000 Pfund für eine judaistisch-orientalische, 2000 Pfund für eine naturwissenschaftliche Fakultät bestimmt, jedoch unter der Voraussetzung, dass ein Universitäts-Board gegründet wird und das Geld in Anspruch nimmt. (Nach erfolgter Abstimmung:) Angenommen. (Rufe: Es liegen noch weitere Anträge vor.) Ich wende mich an den Kongress mit einer Anfrage. Zwischen mir und Herrn Kaplansky besteht eine Meinungsverschiedenheit. Bei mir herrscht die Auffassung, dass mit der en .bloc-Annahme der Budgetanträge der Kommission alle Anträge, die sonst noch vorhanden sind, ganz gleich welcher Art, soweit sie sich auf das Budget beziehen, nicht mehr zur Abstimmung gelangen können. Dagegen vertreten verschiedene Antragsteller die Auffassung, dass damit diese Fragen noch nicht erledigt sind, insbesondere beanständet Herr Kaplansky meine Ansicht, dass sein Antrag wegen der proportionellen Verteilung in dem Falle, als die Summe nicht die Höhe erreichen sollte, die wir erwarten, nicht zur Abstimmung gelangen soll. Ebenso ist Herr van Vriesland der Auffassung, dass der Antrag auf Teilung der Summe von 397.000 in 360.000 und 37.000 noch zur Abstimmung kommen soll. Ebenso hat Herr Ussischkin die Auffassung, dass für die Umstellung des Postens „Nationalfonds0 vorgesorgt werden soll. Wenn Sie diese Auffassung auch haben, dann müssen wir das natürlich tun. Ich werde Sie also fragen: Wollen Sie über diese Anträge noch abstimmen? (Nach vorgenommener Abstimmung:) Es ergibt sich, dass 66 Stimmen gegen die Abstimmung, 47 für dieselbe sind, somit werden die weiteren Anträge zum Budget nicht mehr zur Abstimmung gebracht. Da aber ein so grosser Teil des Kongresses den Wunsch hatte, darüber abzustimmen, so nehme ich an, dass die nächste Exekutive und das nächste Actions-Comite diese Anregungen noch einmal unter- 457