Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 452 (sequence 475)
- Language
- German, English, Hebrew
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geschlagen hat. Diese 3000 Pfund haben mit unseren prinzipiellen Anträgen nichts zu tun gehabt; es handelt sich um die Aufrechterhaitung der Bibliothek, die uns keine Schande macht. Die jetzigen 1500 Pfund sind eine Schmach. Wollte man die auch nicht geben und wollte man': die Bibliothek ganz vernachlässigen, dann weiss man, woran man ist^ Mit 1500 Pfund kann die Bibliothek weder leben noch sterben. Delegierter Dr. Daiches (England, englisch): Zur Resolution 4 [des Budgetausschusses (s. o. S. 443) beantrage ich, um sie formeir richtigzustellen, dass es heissen soll: „für eine judaistisch-orientalische." Ich will Ihnen keine Vorlesung halten über den grossen Unterschied zwischen „judaistisch" und „judaistisch-orientalisch" oder „orientalisch", wie Herr Ussischkin vorgeschlagen hat.. Ferner — und das ist sehr wichtig für unsere Ehre als Kongress — beantrage ich die Streichung des letzten Satzes: „Der Betrag ist ein ausserordentlicher einmaliger Beitrag nur für das diesmalige Budget." Nachdem die Universität viele Jahre hindurch ein Jubelruf und ein Werbewort im Zionismus gewesen ist, werden jetzt zum ersten Male im Budget, sage und schreibe, 5000 Pfund für zwei Jahre für die Universität bestimmt — und da sollen wir sofort hinzufügen: Aber niemals wieder!? Wir werden uns sehr gründlich vor der ganzen Aussenwelt blamieren, wenn wir das sagen. Wenn auch die Budgetkommission glaubt, dass man nach zwei Jahren nicht imstande sein wird, noch einmal 5000 Pfund zu bewilligen, dann wollen wir es wenigstens abwarten und sehen, ob nicht vielleicht die Zeit kommt, wo man für die Universität einen grösseren Betrag wird leisten können. Ich beantrage daher die Streichung dieses Satzes. Delegierter D. Remes (Achduth-Haawodah, hebräisch): Meine Herren! Herr Ussischkin hat hier in einem Punkte vorgeschlagen, die Beteiligung an der Handwerkerbank um einige Stufen in der Reihenfolge der Budgetposten hinaufzurücken. Ich beantrage, dass im Zusammenhang mit diesem Vorschlag nicht nur die Subvention der Handwerker, sondern auch die der handwerklichen Bauarbeiter hinaufgerückt wird. Es gibt drei Ausgabenpunkte im Ausgabenteil III, und zwar Nr. 2, 4 und 8, zu denen ich beantrage^ sie in das ordentliche Budget (d. h. Teil II) hineinzunehmen, denn ich habe den Eindruck, dass alles, was nicht in das I. und II. Kapitel hineinkommt,, wertlos ist. Bezüglich der 16.000 Pfund für den Misrachi wünsche ich, dass dies offen geschieht, und ich glaube, dass wir vor niemandem verbergen müssen, dass die Budgetkommission für den Misrachi die und die Summe bewilligt hat. Man muss es aber offen sagen, ohne es geheimzuhalten. Ich werde aus Respekt vor der Kommission und vor dem Kongress nicht dagegen sprechen. Aber ich sage, dass man diesen Budgetposten nicht den Vorzug vor der Hypothekenbank geben soll. Ich behaupte, dass die Kommission dieses letztere nicht beschlossen hat; die Vertreter des Misrachi müssen sich mit dem Beschlüsse der Kommission zufriedenstellen. Ich beantrage aber die 16.000 Pfund für den Misrachi aus dem Teil II auszuscheiden und statt dessen 20.000 Pfund vom Kapitel III „Kredite und Investitionen", Punkte 2, 4 und 8, in das Kapitel II' „Ordentlicher Etat", zu übertragen. Ich appelliere an den Misrachi und weise darauf hin, dass der Antrag keinerlei Parteifärbung trägt und daher angenommen werden kann. Delegierter Morris Rothenberg (Amerika, jüdisch): Ich möchte Ihnen vorschlagen, den Antrag des Herrn van Vriesland anzunehmen und das Budget in zwei Teile zu teilen: 360.000 Pfund und 37.000 Pfund. Es ist sehr wichtig, dass wir nicht wieder in denselben Fehler verfallen wie bisher, und zwar dass wir ein grosses Budget an- 452