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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 453

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 453 (sequence 476)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5584-3481729
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nehmen und Gelder auszugeben beginnen, ohne zu wissen, ob das Geld tatsächlich hereinkommt oder nicht. Wir können keine Schulden und Defizite machen, wir dürfen nur so viel Geld ausgeben, ^ls wir haben, und dürfen nicht hoffen, dass noch mehr Geld hereinkommt. Wir haben vor einem Monat ein Defizit von 80.000 Pfund gehabt. Es erfüllt uns mit Befriedigung, dass dieses Defizit* auf 54.000 Pfund reduziert werden konnte. Herr d e L i e m e hat gemeint, dass wir hier ein Maximumbudget haben, in den 397.000 Pfund des Budgets sind aber doch 69.000 Pfund dazu bestimmt, alte Schulden zu bezahlen. Es ist allerdings wahr, dassv auch dieses Budget ein wenig wie ein Maximumbudget anmutet. Wir müssen uns auf der Basis der letzten Jahre, auf der Basis von 360.000 Pfund bewegen. Wenn mehr Geld hereinkommt, werden wir eben mehr Geld ausgeben. Ein Wort noch wegen der 1000 Pfund, die man für das Pasteurinstitut verlangt. Wenn man diese 1000 Pfund finden kann, so habe ich nichts dagegen. Man darf aber diese 1000 Pfund unter keinen Umständen aus dem vorgeschlagenen Budgetposten für Sanitätswesen von 29.000 Pfund entnehmen. In der Budgetkommission wurde genau ausgerechnet, wieviel für Sanitätswesen nötig ist, und man kann diese Summe auch nicht um einen Cent reduzieren. Wir haben ohnedies den Posten für medizinische Arbeit bereits reduziert. Im Jahre 1921 betrug dieses Budget 100.000 und im Jahre 1922 45.000 Pfund. Heute beträgt es 29.000 Pfund, darunter 23.000 Pfund für Hadassah und 5500 Pfund für Kupath Cholim. Diese Arbeit muss gemacht werden. Sie haben gehört, meine Herren, dass wir einen Kontrakt mit dem Joint abgeschlossen haben, dass dieser einen grossen Teil der Arbeit in den Spitälern übernimmt. Wenn aber 1000 Pfund abgezogen werden, dann muss man gewisse Institutionen in Palästina schliessen. Ich glaube, es wäre ein grosser Fehler, nachdem die Budgetkommission eine ganze Woche das Budget studiert und alle Argumente gehört hat, jetzt, in der letzten Minute mit allerhand Vorschlägen zu kommen, von denen man nicht weiss, ob sie richtig oder falsch sind. Ich glaube, wir müssen zur Budgetkommission Vertrauen haben. Sie hat gewiss alle Argumente gehört, und da sie zu dem vorliegenden Resultat gekommen ist, wird es wohl auch das richtige sein. Delegierter Dr. Daiches (englisch): Ich möchte an Herrn Rothenberg eine Frage richten: Welche Posten würden denn in den zweiten Teil von 37.000 Pfund kommen? Mich beängstigt der Gedanke, dass möglicherweise das Erziehungswesen da hineinkommt. Delegierter M. Rothenberg: Das soll man der Exekutive übergeben. Ich bin sicher, dass sie die Anschauungen des Misrachi und anderer nicht verletzen wird. Mitglied der Exekutive Dr. Ruppin: Ich habe von dem neuen Vorschlage der Budgetkommission, der mit der Ausgabe von 531.000 Pfund rechnet, eben erst jetzt Kenntnis bekommen. Der Vorschlag muss gestern abends in später Stunde, in einer Zeit, wo die anderen Kommissionen tätig waren, angenommen worden sein, und zwar im Widerspruch zu der Stimmung, die vorher in der Budgetkommission geherrscht hat. Sie wissen aus dem Referate, das ich hier gehalten habe, wie sehr ich selbst einsehe, dass man in Palästina, um dort etwas Grosses zu schaffen, weit grössere Mittel braucht als diesen Betrag von 531.000 Pfund. Aber es hilft nicht, dass wir unsere Augen vor der Wirklichkeit verschliessen. Wir haben uns vor zwei und drei Jahren gesagt, dass wir wegen der propagandistischen Wirkung ein grosses Budget aufstellen müssen. Wenn wir ein kleines Budget aufstellen, so 453

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