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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 451

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 451 (sequence 474)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5582-3481727
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Vizepräsident Motzkin: Es ist der Vorschlag gemacht worden, auf Schluss der Debatte und auf Einreichung der Anträge ohne Begründung. Delegierter Dr. Daiches: v Es sind aber noch Anträge da, die begründet werden müssen. Wenn Sie den Herren, die Anträge haben, erlauben werden, ein paar Minuten zu sprechen, so bin ich für den Antrag auf Schluss der Debatte». Vizepräsident Motzkin: Wer für Schluss der Debatte ist mit dem Amendement des Herrn Dr. Daiches, dass diejenigen Delegierten, welche Anträge zu begründen haben, noch das Wort haben sollen, bitte ich, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Gegenprobe! (Nach einer Pause:) Angenommen. Mitglied des A. C. Prof. Warburg: Ich habe zum Budgetentwurfe folgende Anträge zu stellen. Zunächst, dass der Abschnitt IV, betreffend die zweite Rate der Schuld des Keren Hajessod an den jüdischen Nationalfonds, mit Abschnitt III vertauscht werde, so dass diese Schuld vor den „Krediten und Investitionen" den Vorrang hat. Ich war als Vertreter des J. N. JF. in der Budgetkommission anwesend und habe mich nur schweren Herzens damit einverstanden erklärt, dass diese zweite Hälfte nicht gleich als Präliminaranzahlung mit den anderen 10.000 Pfund des Abschnittes I vereinigt werde. Ich fand sie dann unter den „Krediten und Investitionen" des Abschnittes III. Auf meine Veranlassung wurden sie herausgenommen und es sollte ihnen die gleiche Rangordnung gegeben werden. Nun finde ich sie nach diesen Krediten an vierter Stelle. Das geht nicht an. Da hat Herr de Lieme recht, wenn er sagt, dass der Nationalfonds' seine Schuld nicht erhalten wird. Ich glaube, dass der Nationalfonds sich damit einverstanden erklären wird, dass die Schuld hinter II kommt; es ist aber vollkommen unzulässig, dass sie hinter III gestellt wird; und daher schlage ich vor: die Nummern III und IV umzustellen. (Delegierter de Lieme: Da bekommen Sie sie auch nicht!) Mein zweiter Antrag »betrifft das Pasteurinstitut, für weiches in das Budget 1080 Pfund eingesetzt werden sollen. Wie Sie sich erinnern, wurde das Pasteurinstitut von dem Verein jüdischer Aerzte und Naturforscher in Deutschland gegründet, und wenn nicht der Krieg mit seinen Folgen dazwischengekommen wäre, so wäre es noch jetzt in dieser Hand und würde von die.sem Verein subventioniert werden. Aber die Zeit kommt wieder, und ich halte es für ein Unrecht gegen diesen Verein guter deutscher Zionisten, die alle> wenn nicht die Währungskatastrophe dazwischengekommen wäre, hier wären, um ihre Sache zu verteidigen. Es ist kein bankrottes Unternehmen, wie es Herr van Vriesland genannt hat, sondern eine momentan notleidende Institution. Warum notleidend? Weil man die Tollwut schon grösstenteils beseitigt hat. Früher gab es mehr Fälle, und durch die Beseitigung der Tollwut gräbt sich also das Institut selbst das Grab. Ein solches Institut kann nicht selbst bestehen; früher wurde es von der Regierung unterstützt; diese hat ihre Unterstützung zurückgezogen, und es ist unsere Pflicht, das Institut so lange zu halten, bis der Verein deutscher Naturforscher und Aerzte wieder imstande ist, das selbst zu besorgen. Ich bitte Sie gleichzeitig, das Budget für das Pasteurinstitut nicht von dem Budget für das Sanitätswesen abzuziehen. Ich kenne dieses nicht genau, aber die Herren haben mir versichert, dass man nichts abziehen kann. Ich schlage daher vor, das Budget für das Sanitätswesen von 29.000 auf 30.000 Pfund zu erhöhen. Der dritte Punkt betrifft die N a t i o n a 1 b i b 1 i o t h e k. Ich erwähnte schon, dass die Universitätskommission 3000 Pfund dafür vor- 29* 451

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