Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 439 (sequence 462)
- Language
- German, English, Hebrew
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einem Worte darüber sprechen, damit kein Missverständnis entsteht. Ich hatte eigentlich die Frage des zweiten Punktes zu erledigen und habe diese Frage für meine Person erledigt, indem ich einen bestimmten Antrag dazu der Exekutive bereits übermittelt habe, über den die nächste Exekutive zu beschliessen haben wird. Was die anderen Punkte anbetrifft, so waren sie indirekt in einem gewissen Zusammenhang mit dieser Frage. Da sich die Exekutive zum Teile damit befasst hat, zum Teile noch befassen muss, da ferner der Kongress nur dann in der Lage ist, richtige Beschlüsse zu fassen, wenn er auf die Details der Frage eingeht, so halte ich es für unmöglich, dass wir hier — wie vorgeschlagen wird — mit Befriedigung von einem Vertrage Kenntnis nehmen, den der Kongress kaum kennt. Sie können sicher sein, dass die Sache sine ira et studio erforscht worden ist und dass der Bericht an die Exekutive erstattet wurde. Sie können daher, glaube ich, mit einiger Beruhigung die Sache der Exekutive übergeben. Die Kommission erklärt, dem Antrage Kaplansky zuzustimmen, dass die Angelegenheit der Exekutive zur Prüfung übermittelt werden soll. Sind Sie also mit der Verweisung der Anträge an die Exekutive einverstanden? (Nach vorgenommener Abstimmung:) Der Antrag Kaplansky auf Verweisung der Anträge bezüglich der Bibliothek an die Exekutive ist angenommen. Berichterstatter Prof. Dr. Warburg: Es bleibt noch die Resolution über das Technikum (s. o. S. 375). Hier wird nun der zweite Punkt gestrichen, weil er beim Budget zur Sprache kommen wird. Der erste Punkt lautet (liest): Der Kongress billigt die Schritte, welche die Exekutive in Verfolg des Beschlusses vom XII. Kongress zur Gründung einer Gesellschaft für das Technische Institut in Haifa unternommen hat, und erklärt sich damit einverstanden, dass dieser Gesellschaft die Verwaltung und finanzielle Sicherung der Anstalt übergeben wird. Jedoch fordert der Kongress, dass die Exekutive das Technische Institut — auch in dieser neuen Organisationsform — als einen integrierenden Bestandteil des zionistischen Aufbauwerkes betrachtet und in diesem Sinne dauernd einen energischen Einfluss auf seine weitere Entwicklung ausübt. Vizepräsident Motzkin: Wer für diesen Antrag ist, den bitte ich, die Hand zu erheben. (Abstimmung.) Der Antrag ist angenommen. Damit sind alle Anträge der Palästina-Kommission und ihrer Subkommissionen erledigt. Jetzt kommt zur Verhandlung der Bericht der Budgetkommission. Berichterstatter ist Herr Emanuel Neu mann. Berichterstatter Delegierter Emanuel Neumann (Amerika, jüdisch): Im Namen der Budgetkommission erlaube ich mir, Ihnen den nachfolgenden Bericht vorzulegen. Die Budgetkommission hat fünf Tage lang beinahe unaufhörlich getagt und hat die verschiedenen hier vorgelegten Vorschläge betreffend das Palästina-Budget- und das Budget der Londoner Exekutive mit der grössten Sorgfalt geprüft. Die Kommission hat dem Palästina-Budget ihre besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Es wurden Berichte und Vorschläge von acht anderen Kommissionen und Unterkommissionen in Empfang genommen und beinahe dreissig Referenten angehört. Die Kommission hatte oft die widersprechendsten Ansprüche miteinander in Einklang zu bringen und Posten, die nicht unbedingt notwendig waren, auszuschalten. Ausser dieser Arbeit hat die Kommission versucht, gewisse Richtlinien für die Aufstellung des Palästina-Budgets festzulegen. Es sind dies keine neuen Prinzipien, da sie schon des öfteren von verschiedenen 439