Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 438 (sequence 461)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
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Berichterstatter Prof. Warburg: Was Herr Kaplansky vorgebracht hat, sind lauter uns unbekannte Dinge.' Wenn von der Exekutive irgend etwas dagegen geplant wäre, so hätte sie in der Kommission etwas darüber sagen sollen. Wir wissen zum Beispiel, dass zwischen der Exekutive und der Wolffsohn-Stiftung ein Vertrag existiert, folglich müssen wir annehmen, dass alles ia Ordnung ist. Wir können nicht wissen, dass noch Schwierigkeiten bestehen. Was den Sitz der Leitung des Bibliothekswesens in Jerusalem betrifft, so ist es wohl richtig, dass wrir alle wissen, dass das mit einem Budget von 1500 Pfund nicht möglich ist. Wer aber die Bibliothek in ihrem jetzigen Zustande ^gesehen hat, ist mit Trauer darüber erfüllt, wie gering das Budget ist. Es kann mit diesem Budget nicht mehr geleistet werden. Es ist aber notwendig, dass wir ordentlich und genügend Mittel haben, um die schnell wachsende Bibliothek in Ordnung: zu halten. Das ist der Grund, warum die Leitung des Bibliothekswesens ihren Sitz noch nicht in Jerusalem haben kann, und es ist entschieden ein Wunsch des Kongresses, dass diesem unhaltbaren Zustande einmal abgeholfen wird. Ich begreife gar nicht, dass Vertreter der Exekutive gegen diesen Wunsch etwas einzuwenden haben. Glauben Sie, dass es mit diesem Budget möglich ist, gut zu administrieren? Präsident der Zion. Org. Dr. Weizmann: Es tut mir leid, jetzt in diese Diskussion einzugreifen, aber die Frage der Bibliothek und was damit zusammenhängt, hat die Exekutive sehr beschäftigt. Wir haben einem Mitgliede der Exekutive, Herrn M o t z k i n, die Untersuchung der ganzen Sache übertragen. Herr Motzkin war aber auf Reisen und hatte leider keine Zeit, die Sache durchzuführen. Ich glaube nicht, dass es auf dem Kongresse* möglich ist, in einer rein administrativen Frage prinzipielle Beschlüsse zu fassen, und ich bitte Sie daher, dies der Exekutive zu überlassen, umsomehr als sie neun Zehntel der Sache bereits erledigt hat. Prof. Dr. Heinrich Loewe: Ich möchte nur feststellen, dass der Vertrag mit der Wolffsohn- Stiftung abgeschlossen worden ist und dass sich diese Stiftung verpflichtet hat, gegen gewisse Konzessionen, die man ihr machte, 15.000 Pfund, die sie hatte, zum Baue der Bibliothek herzugeben. Es wird von der Leitung der Bibliothek als bittere Last empfunden, dass sie sich mit der Wolffsohn-Stiftung eingelassen hat, die in den Händen einer oppositionellen Gruppe ist. Die Politik hat mit der Bibliothek nichts zu tun. Ob jemand aus der Regierungspartei oder aus einer Oppositionspartei im Kuratorium der Bibliothek sitzt, darf, auf die EntSchliessung der Zionistischen Organisation nicht einwirken. (Zwischenrufe.) Es handelt sich lediglich darum, dass dieser Vertrag rechtlich geschlossen und dass es der BibÜotheksleitung möglich wird, die Bibliothek zu bauen. Wird dieser Vertrag nicht bestätigt, so werden wir in diesem Jahre die Bibliothek nicht bauen. Wird der Vertrag bestätigt — und er muss bestätigt werden — dann werden Chaluzim am 1. März an dieser Bibliothek zu arbeiten anfangen. Wollen Sie eine Bibliothek, dann stimmen Sie für die Anträge. Stimmen Sie nicht für die Anträge, dann ist Ihr Wille für die Bibliothek und für die Universität nur Redensart. Ich bitte Sie also, für die Anträge zu stimmen. Berichterstatter Prof. Dr. Warburg: Nachdem Herr Präsident Weizmann die Sachlage geklärt hat,, ist unsere Kommission der Ansicht, dass wir über den letzten Punkt nicht hier abstimmen, sondern ihn einfach der Exekutive übergeben. Vizepräsident Motzkin: . ■ ■ . Da ich auch bei dieser Sache genannt wurde, will ich nur mit 438