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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 436

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 436 (sequence 459)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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der Schaffung der Universität ernstlich beschäftigen würde. Wir wollen, dass dieser Kongress Ordnung in die Sache bringe. Daher hat die Universitätskommission einstimmig beschlossen, dem Kongress vorzuschlagen, es allen zionistischen Verbänden und Gruppen zur Pflicht zu machen, endlich einmal für die Universität geistig und materiell zu arbeiten. Die Hauptkörperschaft dafür soll' der allgemeine * Universitätsverband sein, d,en Professor Warburg vorschlägt. Lehnen Sie den Antrag Kaplansky ab und nehmen Sie den Antrag Warburg an! Vizepräsident Motzkin: Sie haben den Antrag Kaplansky gehört und ich muss ihn zuerst zur Abstimmung bringen. Ich möchte Herrn Professor Warburg noch bezüglich des Punktes 6 (s. o. S. 344 f.) fragen. Dort hiess es, dass 3000 Pfund ins Budget eingesetzt werden sollen. (Ref. Dr. Warbürg: Das wird nicht zur Abstimmung gebracht.) Herr Kaplansky hat vorgeschlagen, alle diese Anträge, die sich auf den jüdischen Universitätsverband beziehen, der Exekutive zu übergeben. Wir wollen darüber abstimmen. (Nach vorgenommener Abstimmung:) Der Antrag Kaplansky ist abgelehnt. Wir stimmen jetzt über die Anträge 3, 4, 5 und 6 der Universitätskommission (s. o. S. 435) in der zuletzt vorgelesenen Fassung ab. (Nach erfolgter Abstimmung:) Die Anträge 3, 4, 5 und 6 sind angenommen. (Lebhafter - Beifall.) Berichterstatter Del. Dr. S. Daiches: Im Namen der U n i v e r s i t ä t s k o m m i ,s s i o n schlage ich ferner noch einmal die Anträge vor, die schon in einer früheren Sitzung hier zur Verhandlung standen. Der erste Antrag lautet (liest): 7. Der Kongress begrüsst die Gründung der Jewish Palestine Exploration Society und nimmt mit Genugtuung von ihrer Tätigkeit Kenntnis, Vizepräsident Motzkin: Sind Sie mit diesem Antrage einverstanden? (Abstimmung.) Der Antrag ist angenommen. Delegierter Dr. Daiches: Der zweite Antrag lautet (liest): 8. Der Kongress anerkennt die Bedeutung des Waad Hala« schon in Jerusalem und empfiehlt der Exekutive, seine Tätigkeit zu fördern. Vizepräsident Motzkin: Ich bitte den Kongress, über diesen Antrag abzustimmen. (Geschieht.) Der Antrag ist a n g e n o m me n. Zu den Anträgen über die Universität hat Herr Dr. Nacht das Wort. Delegierter Dr. Jakob Nacht (Rumänien, hebräisch): Wir sprechen über die Universität und setzen damit die Debatte über die Erziehung im allgemeinen fort. Wir sprechen hebräisch und die meisten Delegierten hören überhaupt nicht zu. Es besteht bei uns der Brauch, über die Kulturfragen immer am letzten Tag zu sprechen, in einer Zeit, die weder Tag noch Nacht ist, in der Dämmerung, da, die Schrift und die Gesetzestafeln geschaffen wurden. Der Vorsitzende ist der Meinung, dass ider Tag, an welchem man hebräisch spricht, für uns ein Feiertag ist Aber das ist eben das Traurige, dass das Hebräischsprechen bei uns das Gepräge des Feierlichen trägt, statt zu einer Tatsache des Werk- und Arbeitstages zu werden. . ' Ich beantrage, der Kongress möge dem Waad Halasschon dieselbe Subvention von 300 Pfund wie auf den vorigen Kongressen gewähren und eine ebensolche Summe der Altertumsgesellschaft in Jerusalem bewilligen. Bezüglich dieser Gesellschaft muss^es vermieden. 436

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