Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 433 (sequence 456)
- Language
- German, English, Hebrew
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Erez Israel einen untrennbaren Bestandteil der Aufbauarbeit unserer nationalen Heimstätte in Palästina darstellt und dass, solange die gesamte Aufbauarbeit in den Händen der Zionistischen Organisation sich befindet, ihr auch die Erziehungsarbeit obliegt. 2. Mit besonderer Befriedigung nimmt der Kongress von der Erklärung des Waad Leumi Kenntnis, in welcher die Pflicht des Jischuw anerkannt wird, die Erfüllung aller Bedürfnisse des Erziehungswesens im Lande durch Bereitstellung eigener Mittel auf sich zu nehmen. Indes würdigt der Kongress den Standpunkt des Waad Leumi, dass der Jischuw vorläufig noch nicht imstande ist* diese Verpflichtung in vollem Masse zu übernehmen, und drückt den Wunsch aus, dass die Zionistische Exekutive die nötigen Mittel ergreife, um den Waad Leumi zu stärken und den organisierten Jischuw zu fördern, bis er in die Lage kommt* sämtliche Aufgaben der Kulturtätigkeit mit eigenen Kräften durchzuführen. 3. Der Kongress anerkennt, dass das Bestreben der Zionistischen Organisation auf dem Gebiete der Erziehungs- und Kulturarbeit im Lande darin bestehen muss, unsere Positionen zu wahren und sich zu bemühen, allen unseren Institutionen ohne Kürzung des Budgets und ohne Einschränkung der Arbeit die Möglichkeit der Entwicklung zu gewähren. infolgedessen beschliesst der Kongress, den vollen Betrag des Budgets für das Jahr 5683 auch für die Zukunft zu bestätigen. 4. Der Kongress richtet an die Exekutive der Zionistischen Organisation die Aufforderung, die Ausführung des vorgesehenen Budgets so zu ordnen, dass die Lehrer ihre Gehälter rechtzeitig* und voll ausgezahlt bekommen, damit sie ihre ganze Kraft dem Aufbau der Schule widmen können. 5. Der Kongress fordert die Vertreter der Zionistischen Organisation im Kuratorium des Haifaer Technikums auf, mit aller Entschiedenheit die Abänderung desjenigen Paragraphen im Statut des Technikums, der die Sprachenfrage regelt, anzustreben und das Hebräische als einzige Unterrichtssprache im Technikum festzusetzen. Vizepräsident Motzkin: Es ist eine Reihe von sehr wichtigen Resolutionen darin enthalten. Ich zweifle nicht, dass die Resolutionen, da sie sehr dem Geiste des Zionistischen Kongresses entsprechen, voraussichtlich keine grosse Debatte erforderlich machen werden. Allerdings muss ich hier die^ereits oft gemachte Erklärung wiederholen, dass diejenigen Anträge, die irgendwelche B u d g e t f r a g e :i berühren, bis zur Budgetberatung zurückzustellen sind. Zum Worte hat sich Herr Dr. R a b i n gemeldet. Delegierter Ör. I. Rabin (Misrachi, Deutschland, hebräisch): Geehrter Kongress! Wenn Erziehungsfragen auf die Tagesordnung gestellt werden, dann glauben manche, dass es in der Zionistischen Organisation eine Partei gibt, die es sich zur Pflicht gemacht hatj Widerstand zu leisten. Man sagt, dass der Misrachi allen diesen Fragen feindlich gegenübersteht. Aber die drei letzten Jahre sind treue Zeugen dafür, was' der Misrachi für die Erziehung in Palästina getan hat. Und gerade deswegen müssen wir auf die Mängel der Erziehung hinweisen. In der Erziehungskommission war es der Vertretei« des Misrachi, der den Antrag stellte, die Zionistische Organisation solle verpflichtet werden, die Lasten der Aufrechterhaltung der Erziehungsarbeit und auch ihrer Verbesserung in dem Sinne zu tragen, dass es eine wirklich jüdische Erziehung werden soll. Gestern sprach ich mit einem der Männer, die an der Spitze der palästinensischen Erziehungsarbeit stehen und der auf diesem Gebiete 15 Jahre gearbeitet 28 433