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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 423

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 423 (sequence 446)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Jewish Agency zu schliessen. (Ruf: Wo?) Hier im Kongress. Ich führte den Vorsitz. Ehe Herr Sokolow zu reden angefangen hat, ist ein Beschluss gefasst worden, die Debatte zu schliessen. Vizepräsident Motzkin: H«n?J Herr Lipsky, ich bedaure sehr, wir werden aber eine Sitzung des Präsidiums haben müssen, um darüber zu entscheiden. Sie vermischen da zwei Dinge. Eine allgemeine Debatte ist etwas anderes als eine Debatte über bestimmte Anträge. Der Kongress kann beschliessen, dass er auch diesen Teil der Debatte schliesst. Delegierter Dr. S. Daiches: Auf der Tagesordnung steht unter Punkt 9: „Bericht des Permanenzausschusses als Kommission für die Frage der Jewish Agency. Punkt. Debatte. Punkt. Fortsetzung der Debatte und Abstimmung." Delegierter Morris Myer: Ich denke, dass über die Frage der jewish Agency schon genug debattiert worden ist Ich schlage vor, keine weitere Debatte mehr abzuführen und direkt zur Abstimmung überzugehen. Vizepräsident Motzkin:; ./ f * , Wir stimmen über den Antrag Myer ab. Wer für Schluss der Debatte ist, den bitte ich die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe! (Nach einer Pause:) Schluss der Debatte ist mit mehr als Zweidrittelmehrheit angenommen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen. Anhaltende Unruhe.) Vizepräsident Motzkin: Zur Abstimmung hat sich im Namen der Hitachduth Dr. Arlosoroff gemeldet. Delegierter Dr. Arlosoroii: Im Namen der drei Fraktionen Hitachduth, Poale Zion und Zeire Zion beantrage ich, die Abstimmung über die Jewish Agency auf morgen zu vertagen. Wir erklären, dass wir im gegenwärtigen Augenblicke keine Möglichkeit haben, uns an der Abstimmung zu beteiligen. Auf der einen Seite hat sich herausgestellt, dass die verschiedenen Anträge, die hier eingereicht worden sind, so weit Übereinstimmungen aufzeigen, dass es vielleicht möglich ist, auf der einen oder anderen Grundlage eine breitere Basis für die Anträge zu schaffen. Auf der anderen Seite gibt es sehr ernste Momente, die uns veranlassen, heute von einer Abstimmung abzusehen. Begnügen Sie sich damit, dass ich Ihnen sage, dass es ernste Momente sind, die vielleicht den Verlauf und die Wirkung der Abstimmungen ändern köanen. Nehmen Sie Rücksicht darauf, dass 70 Delegierte jetzt nicht stimmen können und verschieben Sie die Abstimmung bis morgen früh! Berichterstatter Dr. O. Thon: Ich begreife in der Tat nicht, wie man im Ernst die Verschiebung der Abstimmung über einen Gegenstand fordern kann, der nun seit zwei Wochen die Diskussion auf dem Kongresse und seit sechs Monaten in der Publizistik beherrscht. Es gibt in der Tat nicht den jüngsten Schekelzahler und nicht den allerjüngsten Rekruten der zionistischen Bewegung, der sich nicht durch die ganze Frage der Jewish Agency bereits durchgearbeitet hätte. Ich glaube, es ist wohl Zeit, dass wir diese Sache einmal durch einen Beschluss erledigen, der mindestens drei Viertel oder vier Fünftel des Kongresses für sich hat. . Vizepräsident Motzkin: Das Präsidium wäre allein berechtigt gewesen, einen Beschluss in bezug auf die Geschäftsführung zu fassen. Wir wollen aber die Meinung des Kongresses hören. Wir werden nun über den Antrag auf Verschiebung 423

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