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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 421

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 421 (sequence 444)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5552-3481697
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der zionistischen Bewegung halten. Die Resolution, die ich vorlegen will, deckt sich in einigen Punkten mit anderen Resolutionen. Der Kongress möge zur Kenntnis nehmen und es verstehen, dass auf dem linken Flügel dieses Saales eine Einheit hinsichtlich der Negation dessen besteht, was uns die Mehrheit vorschlägt. Ich werde nun die Resolution vorlesen und sie dann begründen (liest): Der Kongress erklärt, dass die Trägerin des Rechtes der Jewish Agency eine demokratisch gewählte Vertretung aller Schichten des jüdischen Volkes sein muss, die am Autbau der jüdischen Heimstätte in Palästina interessiert ist. Der Kongress erklärt, dass die zionistische Weltorganisation bereit ist. ihre Rechte als Jewish Agency einem demokratisch gewählten jüdischen Weltkongress zu übertragen, welcher die Aufgabe übernimmt, die jüdische Heimstätte in Palästina zu errichten und die hieiür notwendigen Organe schafft. Bis zu diesem Moment soll die Jewish Agency provisorisch erweitert werden durch Heranziehung von Vertretern des Keren Hajessod. der schon jetzt die Schichten des jüdischen Volkes, die sich tatsächlich am Aulbau Palästinas beteiligen, umfasst, wie auch des Waad Leumi und demokratisch gewählter Vertretungen der jüdischen Bevölkerung verschiedener Länder. Die Form und Kompetenz dieses Provisoriums wird vom Action-s- Comäte festgestellt. Durch alle Resolutionen der Opposition zieht sich ein Hauptgedanke, der sich in verwässerter Form auch in der Mehrheitsresolution findet, der Gedanke, dass die Jewish Agency und die Zionistische Organisation als jewish Agency ihre Rechte nur einem demokratisch gewählten jüdischen Weltkongress abtreten kann. Alle sind darin einig, dass der jüdische VVeltkongress nicht von heute auf morgen einberufen werden kann. Der Unterschied ist nur, ob man das konstatiert, um etwas zu verdecken oder weil man wünscht, dass der Weltkongress in naher Zukunft dennoch zustande kommt. Alle sind in bezug auf das Provisorium einig. Es ist aber ein kardinaler Unterschied, ob man ein Provisorium schafft, indem man Organisationen zuzieht und von Judenheiten redet und so weiter, und auf den demokratischen Charakter einer solchen Vertretung gar kein Gewicht legt, oder ob man, wie wir es wünschen, breite Schichten des Volkes demokratisch organisieren will, um auf diesem Wege zum Weltkongress zu kommen. Wir sind der Ansicht, dass jene, die den Plan der Mehrheit vorgelegt haben, sich in einen Pessimismus haben hineindrängen lassen, und zwar durch zwei Hauptmomente: vor allem durch Mangel an Qeld. Auch wir verschliessen uns dieser Einsicht nicht, und in der Resolution, die wir Ihnen vorlegen, steht es deutlich, dass die ganze jüdische Arbeiterschaft von Erez Israel ohne Unterschied der Partei die Last der Krisis auf ihren Schultern trägt. Man kann uns daher nicht vorwerfen, dass'wir uns leichtsinnig über die Geldkrisis hinwegsetzen, denn wir sind es, die diese Krisis am schwersten empfinden. Wenn wir uns nun gegen diesen Plan aussprechen, so meinen wir, dass er uns kein Geld bringen wird; und wenn er auch Geld bringen sollte, so zweifeln wir, ob die Vorteile den Schaden aufwiegen. Wenn auch — finanziell und ökonomisch — dieser Plan Nutzen bringen könnte, so ist der politische Schaden, den er dem Zionismus und allen Bestrebungen in Erez Israel bringen kann, so gross, dass er durch keinen ökonomischen Nutzen aufgewogen werden kann. Man sagt uns, es handle sich nicht um Einzelpersonen, sondern um Kreise. Einzelne mögen wertvoll sein, diese Kreise als Ganzes sind aber niemals wertvoll. Es sind dies Kreise, die organisch gegen den Zionismus gerichtet sind, mit denen wir die schlechtesten Erfahrungen gemacht haben. Wenn es sich ereignen sollte, dass ein solches Mitglied der Jewish Agency erklären könnte, dass der oder jener Schritt der palästinensischen Regierung, ob es sich nun um Einschränkung der jüdischen Autonomie oder der 421

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