Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 408 (sequence 431)
- Language
- German, English, Hebrew
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Berichterstatter Delegierter Dr. Josef Sapir (Bessarabien, jüdisch): Im Namen der Sanitäts-Kommission beehre ich mich, Ihnen folgende Resolutionen vorzulegen (liest): 1. Allgemeine Resolution: Der Kongress gibt der lieberzeugung Ausdruck, dass alle Ausgaben für sanitäre Einrichtungen, hygienische Institutionen und Volksaulklärung durchaus produktiv sind, weil sie das investierte Kapital reichlich mit Volksgesundheit, erhöhter Arbeitsfähigkeit und vermehrter körperlicher Leistung der Bewohner zurückzahlen. 2. Budgetabkommen. Der Kongress ist einverstanden mit dem Abkommen zwischen der Zionistischen Vereinigung von Amerika, der Zionistischen Frauenorganisation Hadassah in Amerika und dem Joint Distribution Committee über die Aufbringung des Budgets für Ambulatorien, Spitäler und Schwesternschulen in Palästina. 3. Waad Habriuth. Der Waad Habriuth hat ein Budget von 1000 Pfund, das ausserhalb des Budgets der übrigen sanitären Institutionen in Palästina zu bewilligen ist. 4. Kupath Cholim. In betreff der Summe von 4000 Pfund für die Kupath Cholim im Budget der Hadassah wird bestimmt, dass an Kupath Cholim für sanitäre Arbeit in reinen Arbeitersiedlungen 2500 Pfund und an Hadassah für sanitäre Arbeit in gemischten Siedlungen 1500 Pfund direkt überwiesen werden. 5. Pasteur Institut. Der Kongress befürwortet die Bewilligung bis zu 1000 Pfund für das Pasteurinstitut für Zwecke der kostenfreien Tollwutbehandlung im nächsten Jahre unter der Bedingung, dass das Institut ins Nationaleigentum überführt wird. 6. Waad Habriuth. Der Kongress anerkennt mit Genugtuung die Arbeit des Waad Habriuth für die öffentliche Gesundheitspflege in Palästina. Wir haben für den Waad Habriuth ein Budget von 1000 Pfund gefordert. Es scheint, dass die Budget-Kommission das abgelehnt hat. Wenn das Budget zur Verhandlung kommt, werden wir unsern Standpunkt verteidigen 7. Hadassah. Der Kongress spricht der medizinischen Organisation in Palästina für die in den letzten zwei Jahren geleistete Arbeit seine Anerkennung aus und dankt der Leitung der Hadassah-Frauenorganisation in Amerika, dass es ihr gelungen ist, durch Heranziehung neuer Kräfte die kritische Situation der medizinischen Hilfe in Palästina zu überwinden. Der Kongress bittet die Frauenorganisation Hadassah in Amerika, ihre Arbeit auf diesem Gebiete fortzusetzen. Der Kongress weiss, welche grossen Verdienste die Hadassah hat. In den letzten drei Jahren hat sie 250.000 Pfund für Gesundheitspflege und Sanitätswesen nach Palästina gebracht 8. Joint Distribution Committee. Der Kongress dankt dem Joint Distribution Committee für die ausserordentliche Unterstützung der medizinischen Hilfe in Palästina und bittet ihn, dort seine Arbeit weiter fortzusetzen. Der Kongress bittet die Exekutive, dem Joint Distribution Committee nahezulegen, dass es in Zukunft seine finanzielle Hilfe nur durch Vermittlung jüdischer Institutionen ausübe. Sie wissen, dass der Joint in der letzten Zeit 15.000 Pfund für medizinische Hilfe gespendet hat. Der Joint hat nun — nicht den jüdischen Organisationen, sondern der englischen Regierung — eine grosse Summe, 5000 Pfund, zur Bekämpfung der Malaria in Palästina gegeben. Wir sind der Ansicht, dass jüdische Gelder durch jüdische Organisationen verwaltet 408