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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 409

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 409 (sequence 432)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5540-3481685
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werden sollen. Deshalb fordern wir vom Joint, dass er in Zukunft seine Gelder jüdischen Organisationen gebe. 9. Mr. und Mrs. Nathan Straus. Der Kongress dankt Mrs. und Mr. Nathan Straus für die tatkräftige Hilfe, welche sie der Hadassah in schlimmer Lage geleistet haben. Sie haben gehört, dass zur Zeit, als wir genötigt waren, viele Anstalten zu schliessen, Herr und Frau Straus einige tausend Pfund gespendet und damit viele nützliche und wichtige Institute gerettet haben. 10. Kupath Cholim. Der Kongress anerkennt die Arbeit der Kupath Cholim, aufgebaut auf gegenseitiger Unterstützung der Arbeiter, und ersucht die Zionistische Exekutive, die Krankenkassen möglichst zu fördern. Der Kongress drückt den Wunsch aus, dass den Arbeitern aller Parteirichtungen im Lande die Möglichkeit gegeben wird, einer einheitlichen Krankenkasse anzugehören. Die Regelung hat der Waad Habriuth zu veranlassen. Die Kupath Cholim vereinigt sämtliche jüdischen Arbeiter/ im ganzen 7000. Vor zwei Jahren waren es nur 3500, jetzt haben sich alle Arbeiter angeschlossen. Wir drücken den Wunsch aus, dass den Arbeitern aller Parteirichtungen im Lande die .Möglichkeit gegeben wird, einer einheitlichen Krankenkasse anzugehören. Insbesondere bezieht sich dies auf den Hapoel Hamisrachi. Die Missverständnisse wegen Kaschruth sind jetzt geklärt und wir können jetzt alle Arbeiter in der Kupath Cholim vereinigen. 11. Kupath Cholim Hamisrachi. Die Kupath Cholim Hamisrachi soll in ihren Beziehungen zur Hadassah dieselben Rechte geniessen wie die allgemeine Arbeiterkrankenkasse. Die Kupath Cholim Hamisrachi klagt, dass man ihren Mitgliedern die Medikamente zu hundert Prozent rechnet, den Mitgliedern der allgemeinen Arbeiter-Organisation aber zu 50 Prozent. Wir wissen nicht, ob das richtig ist. Jedenfalls drücken wir den Wunsch aus, dass zwischen den beiden Instituten kein Unterschied gemacht werde. 12. Pasteurinstitut. Der Waad Habriuth wird beauftragt, eine Verschmelzung des Pasteurinstituts mit dem bakteriologischen Laboratorium der Hadassah herbeizuführen. Der Charakter der künftigen Tätigkeit ist durch den Waad Habriuth zu bestimmen. Das Pasteur-Institut hat in Erez Israel sehr viel geleistet. Es hat bisher 3000 Kranke von der Wut geheilt. Es hat einen Ärzte-Kongress zum Kampfe gegen die Malaria organisiert. Wir werden fordern, der Kongress möge ein Budget von 1000 Pfund für das Pasteur-Institut beschliessen, obwohl die Budget-Kommission das abgelehnt hat. Wir werden noch bei der Verhandlung des Budgets auf die Frage des Pasteur-lnstituts zurückkommen. 13. Quarantaine und Regierungsspitäler. Der Kongress beauftragt die Exekutive, Verhandlungen mit der palästinensischen Regierung zu führen, dass sie bei der Quarantaine, besonders in Haifa, die hygienischen Bedingungen verbessert und dort, sowie in den Regierungsspitälern den nationalen und religiösen Bedürfnissen der jüdischen Bevölkerung Rechnung trägt. 14. I m m i g r a t i o n. Die Sanitätskommission erinnert an die früheren Kongressbeschlüsse, dass es notwendig ist, diejenigen, welche nach Palästina einwandern wollen, möglichst frühzeitig in den Galuthländern durch die speziellen Vertrauensärzte der Palästina-Aemter zu untersuchen. Die Beantragung der Zertifikate und Pässe soll erst nach der ärztlichen Untersuchung erfolgen. Das Immigrations-Departement in Palästina soll genaue Richtlinien für die Untersuchung in den Galuthländern herausgeben. Es sind in der letzten Zeit Fälle in Palästina vorgekommen, dass viele Chaluzim gleich nach Verlassen des Schiffes in die Krankenhäuser eingelie- 409

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