Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 405

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 405 (sequence 428)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
98% known words query
IRI
…/3476254-3476280--5536-3481681
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

vielleicht auch nicht der Misrachi, ist schuldig, dass der Misrachi nur religiöse Juden nimmt, ohne zu sehen, ob sie qualifiziert sind. Dadurch kommen oft sehr unerwünschte Elemente nach Erez. Israel. (Widerspruch und Lärm.) Ich komme nun auf den Standpunkt des Herrn L e v i t e in bezug auf die Rationalität. Herr Levite sagt, die Kommission sei eine Fiktion. Es ist auch heute die Parität nicht da, die Arbeitervertreter sind in der Minderheit. Wenn Herr Levite sagt, dass man die Hitachduth nicht mit dem Misrachi vergleichen kann, so zeigt sich das auch in den Palästina- Aemtern. Unter Parität versteht man, wenn jede Partei einen Vertreter und nicht mehr hinschickt. (Ruf: Sie nehmen ganz Polen hinein!) Das ist nicht richtig. Man hat sich an die Linke gewendet; die haben 70 Prozent verlangt, sind aber dann auf 50 Prozent eingegangen. Herr Levite hat gesagt, dass der Vorsteher von Poale Zion zu den Sitzungen der Kommission nicht gekommen ist. Demgegenüber behaupte ich, dass auch Herr Farbstein und Herr Grünbaum nicht gekommen sind. Vizepräsident Motzkin: Wir stimmen nun über diese Anträge u. zw. zuerst über den A nt r a g 13 der Majorität der Kommission (s. o. S. 399) ab. (Nach vorgenommener Abstimmung:) Der Antrag 13 der Majorität ist mit 108 gegen 75 Stimmen angenommen. Ich bitte nun den Antrag 14 der Majorität (s. o. S. 399) und den Antrag IV der Minorität (s. ebenda) zu verlesen. (Geschieht.) Delegierter Leon Levite: Der Unterschied zwischen beiden Anträgen ist sehr gross. Im Antrage der Majorität ist wiederum die Rede von einer Fiktion, die wir vor zwei Jahren geschaffen haben. Das ganze Palästinaamt beschäftigt sich mit Elementen, die Arbeiter oder potentiell Arbeiter sind. Anstatt das Palästinaamt zu schaffen, sollten wir nach Wunsch der Herren von der Linken ein Arbeiter-Immigrationsamt schaffen. Die Praxis hat bewiesen, dass die Machlakath Awodah als solche nicht funktioniert, dagegen funktioniert ein Referent, der im Palästinaamt als Beamter arbeitet. Also, entweder — oder. Entweder hat eine Institution einen gewissen Sinn und Inhalt — oder sie ist überhaupt nicht notwendig. Einen Referenten dagegen, der Material und Statistik sammelt, der nur referiert, der aber nicht das ganze Amt ist, den haben wir in jedem Palästinaamt nötig. Deshalb schlagen wir diese Fassung vor, weil wir sie für den richtigen Inhalt dessen halten, was wir heute machen wollen. Mitglied des A. C. Dr. A. Katznelson (Hitachduth, jüdisch): Die.Tendenz des Herrn Levite ist ganz klar. Für ihn ist die ganze ..Alijah eine konsularische Angelegenheit, die von einem bestimmten Leiter, einem Konsul, einem Referenten usw. erledigt werden kann. Die Alijah ist aber nicht eine konsularische Sache, sondern ein gemeinschaftliches Problem von ungeheuerer Wichtigkeit, das verbunden ist mit den Interessen aller Kreise, welche an der Alijah beteiligt sind. Die Machlakath Awodah ist nicht aus Caprice geschaffen worden. Nur weil wir nicht selbständige Emigrationsämter, sondern gemeinsame Palästinaämter wollten, haben wir auf unsere eigenen Aemter verzichtet. Daher kann man jetzt nicht sagen, dass wir einen Separatismus hineintragen und die anderen Parteien vergewaltigen. In der Machlakath Awodah besteht die Möglichkeit, die Rechte aller Parteien zu garantieren. Vizepräsident Motzkin: Ich bringe nun die Anträge zur Abstimmung. (Nach erfolgter Abstimmung :) Der Antrag 14 d.e r Majorität (s. o. S. 399) ist a ngenommen. Ich bitte die Anträge 15 und 16 (s. ebenda) der Kommission 405

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.