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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 404

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 404 (sequence 427)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5535-3481680
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angenommen. Die Praxis der Palästina-Aemter hat in den letzten zwei Jahren? erwiesen, dass man mit diesem Kongressbeschluss unmöglich die Alijah leiten konnte. Ueberall wo man versucht hat, die Kommission so zu bilden, und zwar nur mechanisch nach dem Stärkeverhältnisse der Parteien im Lande, ohne Rücksicht darauf, dass hier eine Kommission zu wählen ist, die eine praktische Arbeit zu leisten hat und sich nicht mit politischen Angelegenheiten beschäftigt, hat man mit jahrelangen Streitigkeiten Zeit verloren und ist dann schliesslich in den Hauptzentren der Emigration, in Warschau und in Wien, dazu übergegangen, trotz des Kongressbeschlusses die paritätische Kommission einzusetzen. Es ist nicht richtig, dass man mit dieser paritätischen Kommission schlechte Erfahrungen gemacht hat. Ich habe zwei Jahre ein Palästina-Amt geleitet. (Rufe: Leider!) Ich bitte die Herren Zwischenrufer, die Vertreter des Misrachi in der Palästina-Kommission zu fragen, ob sie mit dieser Leitung so unzufrieden gewesen sind. In dieser ganzen Zeit hat die Arbeit, seitdem die paritätische Kommission bestand, niemals besondere Anstände von irgend einer Seite gehabt. Es ist richtig, dass Chaluzim oder Olim von der Alijah zurückgewiesen wurden. Aber es sind Olim von Rechts und Links und von der Mitte zurückgewiesen worden. Wenn mich das Gewissen drücken sollte wegen Olim, die wir nach Palästina gebracht haben und bei denen es in manchen Fällen zweifelhaft war, ob es wirklich produktiv arbeitende Elemente waren, so betrifft das ausnahmslos Fälle von Seite des Misrachi, und Sie haben es nur der Energie und Tatkraft Ihrer Vertreter in der Kommission zuzuschreiben, dass auch diese Fälle schliesslich berücksichtigt wurden. Ich bitte Sie, Leuten, die in der praktischen Arbeit stehen und die zur Zionistisch-Sozialistischen Fraktion „Dror" bestimmt nicht nähere Beziehungen haben als zum Misrachi, zu glauben, dass man nur in dieser Weise arbeiten kann, und wenn Sie dasselbe wie auf dem vorigen Kongress beschliessen werden, werden Sie wieder in dieselben Zwistigkeiten hineinkommen, die Sie schon gehabt haben. Die Zusammensetzung in der paritätischen Form ist das Einzige, was ich Ihnen für die Arbeit empfehlen kann«. Der Antrag II. der Minorität betrifft die Frage der Kompetenzen dieser Kommission. Ich muss offen sagen, diese Frage erscheint mir persönlich nicht so entscheidend, aber ich sage Ihnen weiter, es ist auch nach meiner Erfahrung kein Grund, den bisherigen Zustand zu ändern, und in diesem Punkte, meine Herren vom Misrachi, haben Sie beim vorigen Kongress den Beschluss herbeigeführt, dass diese Kommission eine leitende Kommission sein muss. Das war Ihr Antrag und der Kongress hat ihn zum Beschlüsse erhoben. Es liegt kein Grund vor, an diesem Antrage zu rütteln. Wenn der Leiter des Palästinaamtes ein tüchtiger, fähiger Mensch ist, so wird er niemals von der Kommission in seiner Amtsführung behindert werden, ist er unfähig, so wird es nicht schaden, wenn die Kommission die Geschäfte führt. Ich bitte also den Antrag der Majorität der Kommission anzunehmen. Mitglied des A. C. Rabb. M« Berlin (Misrachi, jüdisch): Die vorige Abstimmung iiat gezeigt, üass die Majorität gegen uns war. Trotzdem will ich unseren Antrag begründen. Diese Frage ist nicht nur eine Frage des Misrachi, sondern eine Frage der Olim im allgemeinen. Es ist nicht richtig, dass die Olim nur aus Chaluzim bestehen, es sind auch kleine Handwerker dabei. Herr Rubaschow hat gesagt, der Misrachistandpunkt bestehe in innerem Kampfe. Das ist richtig, aber nur ein Kampf in erster Instanz. Beweis dafür ist, dass wir zum Zionisten-Kongress kommen, obwohl wir wissen, dass wir in der Minorität sind. Ich bitte Sie anzunehmen, was Ihnen die Minorität vorschlägt. Delegierter I. Rythoff (Zeire Zion, Polen, jüdisch): man muss zwiscnen dem Vorscnlage aes Misrachi und dem des Herrn L e v i t e unterscheiden. Herr Dr. R o s e n b l ü t h hat schon: bewiesen, worin der Standpunkt des Misrachi besteht. Nicht wir und keiner 404

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