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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 403

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 403 (sequence 426)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5534-3481679
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Wir werden zuerst den Antrag 13 der Majorität und die Minoritätsanträge L, IL. III. (s. o. S. 399) in Verhandlung ziehen. Ich bitte, diese Anträge zu verlesen. (Geschieht.) Den Minoritätsantrag wird Herr Levite begründen. Delegierter Leon Levite (Polen, jüdisch): Hoher Kongress! Wir hatten scnon auf dem vorigen Kongresse mit diesen Fragen zu tun und leider in derselben Weise, wie wir es heute von der Majorität der Kommission gehört haben. Die Erfahrung hat uns gezeigt, dass wir uns auf dem falschen Wege befinden, dass wir praktisch wichtige Fragen mechanisch und politisch lösen wollen. Ich sage politisch, weil das eine Sache der Kräfteverhältnisse geworden ist und weil die Bestrebungen gewisser Gruppen darauf gerichtet sind, die Sache in ihrer Hand zu behalten, ohne dass sie das Recht dazu haben. Darunter leidet die Arbeit als solche sehr. Ich habe schon vor zwei Jahren vorausgesehen, dass die Aemter, die wir auf solche Weise schaffen, nur Fiktionen sind. Man kann nicht mit einer Kommission von zehn, eventuell fünfzehn Leuten tagtäglich arbeiten, und der Leiter des betreffenden Amtes kann nicht jeden Tag auf die Beschlüsse einer -Kommission warten. Darunter leidet die Arbeit. Wir sind ferner der Meinung, dass die zentralen Palästina-Aemter eigentlich Exposituren des zentralen zionistischen Verwaltungsapparates in Erez Israel sind. Die zentralen Palästina-Aemter werden von der Emigrations-Zentrale in Erez Israel nicht nur subsidiiert, sondern das Budget wird von unserer Zentrale vollständig gedeckt. Selbstverständlich hat dann dieses Amt das Recht, nicht nur Kontrolle zu üben, sondern auch auf die wirtschaftlichen, finanziellen und politischen Seiten dieser Arbeit Einfluss zu nehmen und eventuell ihr Veto einzulegen. Wenn wir aber einen Leiter haben, der nichts beschliessen kann ohne eine Kommission, ist er selbstverständlich in der Ausübung seiner Funktionen gehemmt, umsomehr, als unsere Palästina-Aemter, wie ich schon gesagt habe, in dieser Form Fiktionen sind. Die Herren von der linken Seite werden es uns bestätigen, dass die Herren monatelang nicht in der Kommission erschienen sind. Wir haben z. B. einen Vertreter der Hitachduth, der nur einmal in Wochen oder Monaten sich zeigte. Das soll dann die beschliessende Instanz sein! Einer solchen Instanz wollen Sie die beschliessende Funktion geben? Deshalb glauben wir, dass es praktisch zweckmässig wäre, wenn wir beim Palästina-Amt eine bloss beratende und kontrollierende Instanz in Form einer Kommission schaffen. Der Leiter wird dann selbstverständlich im Einvernehmen mit dieser Kommission arbeiten. Dies zur Begründung unserer Anträge I und II. Was unseren Antrag III betrifft, so glauben wir — und die Erfahrung hat es bestätigt — dass wir die Möglichkeit, viele Emigranten nach Palästina zu schicken, den Subventionen zu verdanken haben, die wir von grossen jüdischen Weltorganisationen bekommen. In grossen jüdischen Zentren bestehen allerhand Organisationen, wie die ICA usw. Wir halten es für zweckmässig, dass die Vertreter dieser Gesellschaften mit uns mitarbeiten. Hier handelt es sich um Heranziehung der Elemente, die für die Alijah arbeiten und von grossem Nutzen sein werden. Deshalb sollten wir die Mitarbeit anderer Elemente nicht beschränken. Wir wollen konsequent sein und die volle Freiheit haben, die Elemente, die uns von Nutzen sein werden, heranzuziehen. Ich glaube, es geht nicht an, eine mechanische Teilung, etwa 50 zu 50 Prozent vorzunehmen. Die zionistischen Verbände, Sonderverbände und Fraktionen können aber nur so viel Plätze beanspruchen, als sie im Verhältnis Schekel aufgebracht haben. Das Prinzip der Demokratie verlangt es, demokratisch zu. sein und sich der Majorität zu fügen. Delegierter Dr. M. Rosenblüth (Canada, deutsch): Hoher Kongress! Der Vorschlag, der hier von Herrn Levite verteidigt wurde, hat bereits dem vorigen Kongresse vorgelegen, und zwar als ein Antrag Farbstein, und wurde damals mit einer kleinen Zufallsmajorität 26* 403

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