Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 401 (sequence 424)
- Language
- German, English, Hebrew
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nicht zentralen, zu überlassen, umsomehr da die Palästina-Aemter ebenso aus verschiedenen Arbeitergruppierungen bestehen. Es kann daher nicht die Rede davon sein, dass hier irgendeine Gruppe die Vorherrschaft bekommt. Die obere Leitung soll von den Palästina-Aemtern in die Hand genommen werden und erst dann speziellen Organisationen übertragen werden. Sehr oft können wir eine Sache durch die eine Gesellschaft durchsetzen und eine andere Sache auf andere Weise erreichen und müssen uns nicht unbedingt an eine Organisation wenden. Deshalb bitte ich Sie. den Antrag Nr. 7 so zu ändern, dass er lauten soll: Im Interesse einer einheitlichen Durchführung der Hachscharah beschliesst der Kongress, mit der Leitung der Hachscharah- Arbeit die Palästina-Aemter zu betrauen. Und dann Punkt und nichts mehr. Delegierter Kaiman Frankel (Misrachi-Polen): Wir sind mit dem Vorschlage Levite einverstanden. Delegierter Uriel Friedland (Hitachdüth-Ostgalizien, hebräisch): Der Weitverband rlechaluz ist keine politische Parteiorganisation, er ist eine Organisation, die jedem jungen Juden den Eintritt gestattet. Gegenwärtig ist der Hechaluz die einzige Organisation, die die Einwanderung führt; er wurde vor zwei Jahren vom XII. Kongress anerkannt und umfasst an 6000 Chaluzim. Wenn die Befürchtung besteht, dass den Misrachi-Chaluzim nicht die Möglichkeit geboten wird, bei ihrer Arbeit unterstüzt zu werden, so heisst es doch im Antrage 9, dass die Palästina-Aemter gemeinsam mit den Landes-Zentralen des Hechaluz für die Vorbereitung derjenigen Chaluzim zu sorgen haben, die nicht zur Organisation des Hechaluz gehören. Auf diese Weise haben auch die Chaluzim des Misrachi und auch andere Gruppen die Möglichkeit, Unterstützung zu erhalten. Ich wiederhole, dass es sich um eine Organisation handelt, die der XII. Kongress anerkannt hat und ich bitte daher, die Formel, welche die Kommission vorgeschlagen hat anzunehmen. Delegierter K. Frankel (Misrachi-Polen, jüdisch): Der neenaluz liamisraem nat sich dem allgemeinen Hechaluz aus politischen und religiösen Motiven nicht angeschlossen. Wir haben einen besonderen Hechaluz Hamisrachi geschaffen, für welchen wir ein besonderes Budget verlangen. Wir schlagen daher vor, dass es im Antrage 7 heissen soll * „den Weltverband Hechaluz und Hechaluz Hamisrachi". Mitglied des A. C. Salman Rubaschow (jüdisch): Die Frage, die mein Vorredner aufgerollt hat, hat mit diesem Probleme direkt nichts zu tun. Das ist eine Frage, die in der letzten Zeit auch in Erez Israel und nicht nur im Galuth aufgetaucht ist. Die zionistische Welt muss Menschen von allen Schattierungen umfassen. Es ist nun ein Prinzip des Misrachi, dass er sich solchen Bestrebungen entgegenstellt und sagt, dass gewisse Angelegenheiten in einer einzigen Organisation ausgetragen werden müssen. Religiöse Ueberzeugungen dürfen nicht dazu führen, dass Organisationen gespalten werden, die alle ohne Unterschied aufnehmen müssen. Es ist eine Organisation Hechaluz vorhanden, die alle aufnimmt, die in Palästina arbeiten wollen, ohne Unterschied der politischen Ueberzeugung. Es ist unsere Ueberzeugung, dass religiöse und andere Unterschiede im Hechaluz nicht ausgetragen werden sollen. Das ist das Prinzip des Weltverbandes Hechaluz und dieses darf hier nicht durchbrochen werden. Der Kongress wird durch einen Beschluss in unserem Sinne die Front derjenigen stärken, welche wünschen, dass der Hechaluz eine allgemeine und unparteiische Institution bleibe. (Beifall.) Vizepräsident Motzkin: Wir schreiten nun an die Abstimmung über den Antrag 7 (s. o. S. 397 f.). Es liegt der Vorschlag der Kommission vor und zwei andere Vorschläge, 26 401