Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 400 (sequence 423)
- Language
- German, English, Hebrew
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sagen, dass wir in Palästina einen Mangel an tüchtig arbeitenden Frauen empfinden. Hiermit sind die Vorschläge der Kommission erschöpft. Wir bitten Sie, was die Organisation der Palästina-Aemter anbetrifft, den einen oder den anderen Vorschlag anzunehmen. Die Kommission erlaubt sich, Ihre Aufmerksein auf die Wichtigkeit der Alijah zu lenken, die den Lebensnerv unserer ganzen Tätigkeit bildet. Vizepräsident Motzkin: Nacndem Sie vorschlagen, über die Resolution betreffend Einwanderungsbestimmungen nicht abzustimmen, kommen wir gleich zu den Anträgen betreffend Transportwesen. Es liegt ein Vorschlag vor, diese Anträge der E-ekutive als Material zu übermitteln. Berichterstatter Dr. Korngrün: Es handelt sicn hier nicht um technische, sondern um prinzipielle Sachen. Ich glaube daher, dass kein Widerspruch erhoben wird, wenn über die Anträge abgestimmt wird. Vizepräsident Motzkin: Ich bitte also die Anträge der Immigrationskommission Nr. 1, 2 und 3 (s. o. S. 396) zu verlesen und darüber abzustimmen. (Geschieht: nach der Abstimmung:) Diese Anträge sind angenommen. Ich ersuche jetzt die Anträge Nr. 4, 5 und 6 (s. o. S. 397) betreffend. Finanzierung der Alijah vorzulesen. (Geschieht.) Delegierter Dr. Weiner: Ich beantrage, über den Antrag 6 getrennt abzustimmen. Vizepräsident Motzkin: Wir stimmen also zuerst über die Anträge 4 und 5 ab. (Nach vorgenommener Abstimmung:) Die Anträge 4 und 5 sind angenommen. Es folgt jetzt die Abstimmung über den Antrag 6. (Nach der Abstimmung:) Der Antrag 6 ist gleichfalls angenommen. Ich bitte die Anträge 7, 8, 9 und 10 (s. o. S. 397 f.) betreffend Hachscharah zu verlesen. (Geschieht.) Delegierter Dr. Martin Rosenblüth (Canada, deutsch): Der Punkt 3 der Anträge zur Hachscharah (Antrag Nr. 9) ist nicht entsprechend stilisiert. Es soll nach Ansicht der Kommission und des Weltverbandes Hechaluz gemeint sein, dass für die Ausbildung aller derjenigen, die nicht die Ausbildungsmöglichkeiten des Hechaluz benützen wollen, die Palästina-Aemter zu sorgen haben. Es soll aber nicht bedeuten, dass die Hechaluz-Organisation nur für diejenigen sorgen will, die ihr angeschlossen sind. Ich beantrage aber keine textliche Aenderung. Vizepräsident Motzkin: Das ist eine Aufklärung, die vom Berichterstatter zur Kenntnis genommen wird, Delegierter Leon Levite (Polen, jüdisch): Geehrter. Kongress! Ich möchte mich gegen diesen Antrag aussprechen. Wir sollten uns in der Frage der Hachscharah nicht an eine bestimmte Organisation binden, mag sie auch die beste und leistungsfähigste sein. Der Hechaluz ist trotz allem eine politische Organisation und darum ein Objekt politischer Kämpfe. Verschiedene linke Gruppierungen kämpfen sozusagen um die Herrschaft im Hechaluz. Wenn wir wirklich ernstlich von einer Hachscharah sprechen und die grossen südischen Weltorganisationen zur Arbeit heranziehen wollen, können wir uns nicht an eine politische Organisation wie den Hechaluz binden. Deshalb würde ich vorschlagen, die Frage der Hachschaiah den betreffenden Palästlna-Aemtern, zentralen und 400