Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 398 (sequence 421)
- Language
- German, English, Hebrew
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Arbeit den Weitverband „Hechaluz" zu betrauen, der diese Arbeit unter der Kontrolle der Exekutive der Zionistischen Organisation durchzuführen hat. 8. Die Alijah-Organe sowie die Landes- und Sonder verbände *■ der Zionistischen Organisation sind verpflichtet, die Chaluz-Organisation finanziell und moralisch zu unterstützen. Die Vertreter der Chaluz-Organisation in den Palästinaamts-Kommissionen sind verpflichtet, über die Arbeiten der Chaluz-Organisationen sowie über deren finanzielle Gebarung Bericht zu erstatten und Rechenschaft abzulegen. 9. Für die Ausbildung aller derjenigen, die nicht dem Weltverbande des Hechaluz angehören, haben die Palästina-Aemter auf Vorschlag der Machlakath Awodah im Einvernehmen mit den betreffenden Landesorganisationen des „Hechaluz" zu sorgen. 10. Angesichts der Notwendigkeit der Ausbildung eines geeigneten Menschenmaterials für Erez Israel erklärt der Kongress, dass die Hachscharah. ihrer Wichtigkeit und Dringlichkeit nach, der Aliiah gleichzustellen ist, und beschliesst daher, sie finanziell zu unterstützen. Ich muss als Berichterstatter der Kommission hier mitteilen, dass ^egen diesen Punkt ein Separatvotum des Hapoel Hamisrachi eingebracht worden ist, das von dem Antragsteller hier verteidigt werden wird. Nun kommen wir zu dem wichtigsten Punkt unserer Beratung, das ist zur Organisation der Ali j ah: Auf diesem Gebiete hat der letzte Kongress Beschlüsse angenommen, welche einander widersprechen und die deshalb eine Verwirrung in die Organisationen hereingetragen haben, so dass es dem Leiter der Immigrationszentrale in Palästina und der Exekutive beim besten Willen unmöglich gewesen ist, diese Beschlüsse als Basis für die Organisation der Palästinaämter anzunehmen. Infolgedessen hat sich die Immigrations-Subkommission in längeren Debatten bemüht, die Prinzipien für diese Organisation zu schaffen und zu einer Verständigung zu kommen. Das ist nicht gelungen, und so bin ich heute beauftragt, Ihnen ein Majoritäts- und ein Minoritätsvotum auf diesem Gebiete vorzutragen. Die Kommission hat mich beauftragt, Ihnen beide Vorschläge vorzulegen und keinen derselben zu begründen. Die Begründung der Vorschläge werden Sie aus dem Munde der Antragsteller von dieser Tribüne hören. Das bezieht sich auf die Ordnung in den Palästinaämtern. Dagegen war die Kommission vollkommen einig in den Vorschlägen, die sie Ihnen bezüglich der Organisation der Alijah in Palästina selbst zu machen hat, und zwar lauten die Vorschläge: IL Die Alijahzentrale in Erez Israel wird von einem von der Exekutive eingesetzten Bevollmächtigten geleitet. Die Kommission hat in diesem Falle den Schwerpunkt auf die fachmännische Leitung gelegt, wobei nicht gesagt werden soll, dass es nicht Mitglieder der Exekutive geben kann, die ganz gute Fachmänner sind. Es heisst weiter im zweiten Absatz dieses Antrages: Der Leiter der Alijahzentrale soll seine Arbeit im Einvernehmen mit einer Kommission führen, welche zusammengesetzt werden soll aus Vertretern der jüdischen Körperschaften, die in Palästina existieren und an der Aliiah interessiert sind; über die Aufnahme neuer Körperschaften entscheidet diese Kommission. Es lag der Kommission daran, für die Unterbringung der Olim die ganze palästinensische Gesellschaft heranzuziehen, i. Der nächste Antrag lautet: 12. Es soll ein besonderer Beamter der Alijah (Inspektor) eingesetzt werden, der der Alijahzentrale in Erez Israel untersteht und der die Aufgabe hat, die Arbeit der Palästina-Aemter zu koordi- 398